Tag: Kepler

  • Christentum und Wissenschaft entlang der Seidenstrasse. Christentum in Asien.

    Christentum und Wissenschaft entlang der Seidenstrasse. Christentum in Asien.

    Viele hundert Straßen, Wege und Pfade summieren sich zu einem Geflecht, das heute als Seidenstrasse bekannt ist, und besonders intensiv von vielen Kaufleuten und Händlern genutzt wurde. Eroberer,  Gewürzhändler, Seidenverkäufer, buddhistische Mönche und Nestorianer bereisten diese schon vor mehr als tausenden von Jahren. Sogar der erste Vorstoss des Christentums – auf der Flucht – nach China, erfolgte über diese kulturelle Verbindung zwischen West und Ost.

    Verstossung des Nestorianismus

    Christological_heresies_in_Jesus_Human_Divine

    Der Nestorianismus der Antiochenischen Schule nahm die gegensätzliche Position zum Monophysitismus Alexandriens (Ägypten) ein. Die Antiocher gingen den “Zweinaturenweg”, die Alexandriner dagegen lehrten, dass die menschliche und die Logosnatur immer eins seien. Letztlich war das der Unterschied zwischen Stoa (Dyophysiten) und Platonikern (Monophysititen). Durch bewusst verfälschende Darstellung des Kyrill von Alexandria,  ein Widersacher von Nestorius (und der Antiochenischen Schule im heutigen Syrien) und unglückliche Formulierungen der nach Nestorius benannte Christologischen Lehre wurde  diese 431 auf dem Konzil von Ephesos verurteilt das ein voller „Erfolg“ der Alexandrischen Schule war. Angriffspunkt war, dass Nestorius den Gebrauch des Attributs Theotokos (Gottesgebärerin), in Bezug auf Maria, die Mutter Jesu, abgelehnt hat. Im der Christologie hat der  Nestorianismus mit seiner Lehre, dass es in Jesus Christus eine göttliche und eine menschliche Person gegeben habe, recht ähnliche Positionen vertreten, wie sie schließlich im Konzil von Chalzedon 451  mit zwei Naturen genauer definiert wurde. Diese Christologischen Lehre von Chalzedon war ein Kompromiss. niedergelegt von Papst Leo auf Basis der hochentwickelten griechischen Lehre. Letztlich siegte die neuplatonische, dialektische Erkenntnistheorie mit einer wunderbaren, effizienten und exakten Definition (siehe Anhang), welche bis heute die  Grundlage aller christlichen Kirchen und insbesondere des römisch-katholischen Glaubens ist.

    Die verlorene halbe Christen-Welt

    Trotz Zustimmung bekämpfte der Alexandrischen Monophysitismus (heute Kopten) weiterhin erbittert bis zur islamischen Erobererung diese Ansicht, was maßgeblich zum Verlust des Oströmischen Reiches beitrug. Danach unterwarf sich der Monophysitismus sich dem Dhimmi Rechtstatus und kollaborierte im Kampf gegen Byzanz und Rom. Als Alexandria 642 durch den Kalifen Umar ibn al-Chattab für den Islam erobert wurde, soll er der Überlieferung zufolge befohlen habe, noch vorhandene Bücher zu vernichten, die dem Koran widersprachen. Das Christentum verlagerte sich nach Europa.

     Nestorianer als kulturelle Agenten in Syrien und Ägypten

    Auch in den Gebieten unter islamischer Herrschaft in Syrien und Ägypten pflegten die Nestorianer die Wissenschaften. Philosophisch stützte sich der Nestorianismus auf Aristoteles. In Verbindung mit den Schriften des Aristoteles wurde auch das naturwissenschaftliche Erbe der Antike bewahrt. Die Pflege der Naturwissenschaften führte dazu, dass die Nestorianer als Ärzte, Bankiers und Juweliere in der Gesellschaft eine einflussreiche Stellung einnahmen. Griechische Schriften übertrugen berühmte nestorianische Übersetzer für jene ins Syrische (Syriac), für diese ins Arabische. Vieles was heute als islamische Kultur definiert wird, ist in Wahrheit von Nestorianern übersetztes  griechisches, syrisches und ägyptisches Erbe

    Nestorianer im Sassanidenreich (Persien)

    Nach dem Konzil von Ephesos 431 wanderten viele Nestorianer ins Sassanidenreich (Persien) aus. Die nestorianische Kirche wurde von den persischen Könige geduldet, da die persischen Christen Byzanz und Rom, dem primären Widersacher von Persien,  feindlich gegenüber standen. Das nestorianische Zentrum war Edessa, das heutige Urfa (bzw. Şanlıurfa) im Südosten der Türkei; Trotz mancher Behinderung konnte über die Seidenstraße, deren Arm durch Edessa führte, sich eine Missionstätigkeit entfalten. Nach der  Entscheidungsschlacht bei Hamadan 640 (Ekbetana) gegen das Sassanidenreich fallen große Teile des heutigen Iran in die Hand der muslimischen Eroberer. Dadurch kamen auch die Nestorianer, die  auch von den Sassaniden nur geduldet waren, unter islamischen Einfluss und es beginnen ausgedehnte Strafaktionen, Plünderungen, Versklavungen und Zwangsislamisierung, die erst um das Jahr 900 abgeschlossen sind.

    Ausbreitung der  Nestorianer  entlang der Seidenstrasse

    Nestorianische Gemeinden hingegen entstanden danach unter den Turkvölkern in Mittelasien und in Sinkiang (chin. Volksrepublik). Ab dem 8. Jahrhundert besteht wegen der islamische Eroberung von Westasien kaum mehr Kontakt der Christen mit dem Westen. Michael von Brück schreibt zur Situation der Christen der T’ang-Zeit Zeit (Mitte 7. Jhd. -Mitte 9. Jhd.):
    “Begegnungen zwischen Christentum und Buddhismus in China hat es durch die Einwanderung von nestorianischen Christen aus dem ostsyrischen Raum bereits im 6. Jahrhundert gegeben. Im Volk wurde das Christentum anfangs als eine buddhistische Sekte angesehen, und zwar einerseits wegen der Akkulturation des
    nestorianischen Christentums an den Buddhismus, andererseits auch aufgrund ähnlicher Charakterzüge in beiden Religionen (Abkehr von Diesseits um des Heils ineinem “Jenseits” willen, asketische Moralität, Mönchstum).
    Spuren dieser Missionstätigkeit wurden auch in auf Sumatra und in Südindien entdeckt. Aufgrund ihrer erfolgreichen Missionstätigkeit entlang der Seidenstrasse konnten die Nestorianer zwischen dem 7. und 14. Jahrhundert weitere Gemeinschaften in Zentralasien, in der Mongolei und in China gründen. Im riesigen Mongolenreich des 12./13. Jahrhunderts oblag die Verwaltung weitgehend nestorianischen Christen. Viele der mongolischen Prinzessinnen waren Nestorianerinnen. Im 13. Jh. blühte die Mission der Nestorianer neu auf, und zwar besonders unter den Mongolen, die im Laufe des 13. Jh. China eroberten. Die Nestorianer erfreuten sich unter Mongolenherrschaft zunächst religiöser Duldung. Ihre Geistlichen waren sogar von Steuern befreit. Teilweise wurden ganze Mongolenstämme christlich.

    Nestorianer und der Mongolensturm

    Mongolen-Khan Hulagu war Dschingis Kahn’s Enkel, Sohn der nestorianischen Christin Sorkhatani Beki und verheiratet mit einer christlichen Prinzessin. Er war dem Christentum sehr zugeneigt und es gibt Quellen (Armenischer Historiker Vardan Arewelc’i), dass er Christ war und vor seinem Tod zum Buddhistentum übertrat. Ursprünglich waren Mongolen Anhänger eines Schamanismus, den es heute dort noch gibt. Hulagu eroberte 1256 im Auftrag seines Bruders endgültig Persien und beendete die Herrschaft der Ismailiten (Assassinen) im Elburs, eroberte Bagdad und beendete damit das sunnitische Abbasiden-Kalifat. Hulagu’ s-Dynastie begründete in Iran und Irak das Reich der Ilchane, das bis 1353 Bestand hatte und nach mehrereen hundert Jahren der politischen Zerrissenheit eine iranische Renaissance bereitete . Marco Polo hielt sich drei Jahre in seinem Reich auf, bevor er nach die Seidenstrasse nach China zum Grossen Khan weiterzog.

    Bei der Eroberung der Festung Alamut gibt es gute Gründe anzunehmen, dass der gefangengehaltene herausragende (shiitische) Mathematiker und Astronom Al-Tusi den Plan für die Festung an Hulagu verraten hat. Al-Tusi nahm später am Feldzug Hulagus gegen die Abbasiden und 1258 n.Chr. an der Eroberung von Bagdad durch die Mongolen teil. Er hat auch eine kurzen Bericht über die Eroberung Bagdads geschrieben.   Al-Tusi wurde von Hulagu , weil er wissenschaftlich interessiert war, mit grssem Respekt behandelte und Al-Tusi wurde ein wichtiger politischer Ratgeber des Khans und sein Hofastronom. Er erhielt später von ihm den Auftrag, die Sternwarte von Maragha in der persischen Provinz Aserbaidschan zu errichten. Dort waren neben islamischen Forschern auch christliche armenische und georgische sowie chinesische Mathematiker und Astronomen beteiligt. Sie bestimmten z.B. die jährliche Präzession der Äquinoktien (Tag-Nachtgleichen) mit fast heutiger Genauigkeit. Al-Tusi ist außerdem der Autor von “Zidsch-Ilchani” (Tafel der Ilchane), welche die Position der Sterne und Planeten mittels verbesserten aber immer noch ptlomäischen Models beschreibt. Für sein Modell der Planetenbewegungen hatte al-Tusi die Tusi-Paare eingeführt, eine Methode eine oszillierende Linearbewegung durch die Überlagerung zweier Kreisbewegungen auszudrücken. Kopernikus verwandte ein ganz ähnliches mathematisches für die Behandlung der Trepidation. Einer von al-Tusi’s wichtigste mathematische Beiträge war die Schaffung der Trigonometrie als mathematische Disziplin. Vieles was heute als islamische Wissenschaft aus diesem Zeitabschnitt definiert wird, ist persischen bzw. asiatischen Ursprungs.

    Nochmaliger Aufstieg der Nestorianer

    Christen wurden von Hulagu weitgehend verschont und die Schiiten sollen die Mongolen bei der Zerschlagung des sunnitischen Kalifats unterstützt haben. Die Nestorianer feierten die Mongolen nach deren Siegen über die Araber in Mesopotamien und Syrien im Jahr 1259 als ihre Befreier und genossen bei den Mongolen hohe Achtung.  Viele Frauen der Mongolenherrscher waren Nestorianer mit Einfluss auf politische Entscheidungen. Jahr 1330 soll es mehr als 30.000 nestorianische Christen in China gegeben haben.

    Untergang der Nestorianer

    Ab dem 13. Jahrhundert, nach der Islamisierung der Mongolen und östlichen Turkvölker, folgte aber die nahezu vollständige Vernichtung. Aus politischen Gründen nahm der mongolische Herrscher Persiens den Islam an.   So war das 14. Jh. für die Nestorianer eine Zeitspanne innerer Auszehrung auch durch Übertritt der Eliten zum Islam im Rahmen des Dhimmi Systems. In diesem Zustand brach über die Nestorianer und andere morgenländische Christen ein maßloses Unglück herein: Timur Lenk (1336-1405) erklärte sich unter Verfugung auf den Koran zum Erneuerer des mongolischen Weltreiches und fügte den Nestorianern größten Schaden zu. Doch nicht nur in ihrem Stammgebiet, dem Zweistromland, erlitt die nestoriranische Kirche schwerste Einbußen, auch die Gemeinden in Zentral- und Ostasien erloschen. Die Stellung des Christentums in Asien ging unter wie die im Mittleren Osten, seiner Geburtsstätte des Christentums fünf hundert Jahre früher.

    silkroad

    Die spätere Entwicklung in China ist römisch-katholischen und stark mit dem Namen Matteo Ricci verknüpft, der im Jahr 1582 nach China. Als er 1610 als Li Mat-tou, seinem an das Chinesische angepassten Namen stirbt, schrieb der chinesische Kaiser Shen-tsung in einem Nachruf auf Matteo Ricci: “Er ist zu uns gekommen, uns Barmherzigkeit und Liebe zu lehren, und wir haben ihn als Gast aufgenommen. Er ist wahrhaftig einer von uns geworden, und in ihm haben wir dem Westen die Hand gereicht.
    1601 kam Ricci schließlich nach Beijing und dort auch in die “Verbotene Stadt”; er erhielt die Erlaubnis, sich in der Hauptstadt niederzulassen. Bald konnten ihm weitere Jesuiten aus Europa folgen. Wegen seiner mathematischen, geographischen und astronomischen Fähigkeiten wurde dann auch Kaiser Wanli auf ihn aufmerksam. Ricci war Vermittler zwischen zwei gegensätzlichen Kulturen. Die Chinesen überzeugte er durch christliche Verkündigung, interkulturelles Verständnis und mit hervorragenden Kenntnisse der Wissenschaft. Die Jesuiten waren mit ihrer Methode einer Bekehrung durch Wissenschaft zunächst ungeheuer erfolgreich in China. Von Ferdinand Verbiest wurde die Pekinger Sternwarte neu eingerichtet. Die Astronomie hatte in China eine große Tradition. Die Kenntnis des “rechten Augenblicks” gab einem genauen Kalender eine fundamentale Bedeutung. Hier konnten die Jesuiten Matteo Ricci, Johannes Schreck, Johann Adam Schall, Ferdinand Verbiest ansetzen. Schreck brachte das eben erst von Galilei erfundene Teleskop nach China mit und verfasste 1626 verfasste ein chinesisches Traktat darüber. Johannes Kepler schickte ihm 1627 seine damals genauesten astronomische Tabellen, die in China sofort eifrig studiert wurden. Schrecks Nachfolger wurde Adam Schall, seinerseits gefolgt von Ferdinand Verbiest, der 1674 die Pekinger Sternwarte mit den „neuesten“ europäischen Instrumenten (nach Tycho de Brahe) ausstattet.

    Die römisch-katholische Kirche vergibt eine zweite Chance für das Christentum.

    Als Papst Clemens XI. ein Verbot der chinesischen Bräuche aussprach, verbot Kaiser Yongzheng 1724 das Christentum in China, das kirchliche Leben wurde in den Untergrund abgedrängt. Nochmals wurde eine einmalige Chance war vertan. Das Reich der Mitte blieb auf sich bezogen und an den Anliegen der europäischen Kultur und Christentum nicht interessiert.

    Noch ein Hinweis. Diese Essays erheben nicht den Anspruch auf wissenschaftliche Genauigkeit. In diesem Bereich der Wissschafts- und Religionsgeschichte geht aber in zunehmenden Masse Objektivität verloren. Speziell die neuere deutsche Literatur und im Netz oft mit viel Geld erzeugte obskure Propaganda, aber auch wikipedia  sollte mit  Englischer, Französischer und “antiquarischer  Literatur” kritisch hinterfragt werden. “The sh..t piles up so fast in” de-constructed history, “you need wings to stay above it”.

    Anhang:

    Konzil von Chalzedon 451

    We, then, following the holy Fathers, all with one consent, teach people to confess one and the same Son, our Lord Jesus Christ, the same perfect in Godhead and also perfect in manhood;
        truly God and truly man, of a reasonable [rational] soul and body;
        consubstantial [co-essential] with the Father according to the Godhead, and consubstantial with us according to the Manhood;
        in all things like unto us, without sin;
        begotten before all ages of the Father according to the Godhead, and in these latter days, for us and for our salvation, born of the Virgin Mary, the Mother of God, according to the Manhood;
        one and the same Christ, Son, Lord, only begotten, to be acknowledged in two natures, inconfusedly, unchangeably, indivisibly, inseparably;
        the distinction of natures being by no means taken away by the union, but rather the property of each nature being preserved, and concurring in one Person and one Subsistence, not parted or divided into two persons, but one and the same Son, and only begotten God, (the Word, the Lord Jesus Christ;
        as the prophets from the beginning [have declared] concerning Him, and the Lord Jesus Christ Himself has taught us, and the Creed of the holy Fathers has handed down to us.

  • C.G. Jung , Kepler and Consultative Astrology

    C.G. Jung , Kepler and Consultative Astrology

    Astrology is still of those darkened avenues considered off-limits of science. In his research into the symbolic meaning of his patient’s dreams, conversations and paintings, Jung observed recurring mythical themes. Jung concluded that the constellations were originally inspired by projections of images created by the collective unconscious. Jung wrote “Astrology represents the sum of all the psychological knowledge of antiquity”. It is worth to mention, that in Babylonian times there was no difference between a priest and a doctor and up to the time of the Astronomer Kepler little difference between Astrology and Astronomy.  C.G. Jung referred in his book “Aion” three times to Kepler and his use of archetypes:  “Johannes Kepler recognized the Trinity as underlying the structure of the universe in other words, when he assimilated this archetype into the astronomer’s picture of the world.” Kepler, the father of the progressive horoscope (secondary directions), assumed that in God and every human basic structures exits, which he called Archetypes possibly using indirectly via texts in Arabic similar sources of the neo-platonic philosophy as Jung did.

    C. G. Jung and astrology

    Kepler and Jung – both combining being outstanding scientists and mystics – agree in this more consultative approach to astrology rather than the prognostic approach. The latter is indeed a superstition, which has been  rightly discarded by science and Christianity. Jung, definitely a Gnostic, considered himself, first and foremost, a doctor and healer (shaman) of the psyche. So when Jung believed it necessary to travel down and explore a certain avenue in order to gain a better understanding of the psyche, then he just did it. Subsequently C. G. Jung has often been charged him with the “crime” of mixing mysticism with science. After Freud’s and Jung’s later famous breakup in 1913, and the resulting a deep crises Jung went in the direct direction in which he put his experiences in the Red Book and the Black Books. The former has been published recently which were not published for forty years. But even before, according to “The Freud/Jung Letters” (Abridged Edition 1979) May of 1911 Dr. Carl Jung wrote his (at that time) mentor Sigmund Freud saying: “At the moment I am looking into astrology, which seems indispensable for a proper understanding of mythology. There are strange and wondrous things in these lands of darkness.” Jung’s calculating of horoscopes continued on during the rest of his long and productive life. (Born: 1875, Died: 1961) It’s further known that, when challenged by an especially perplexing case, Jung would arrange to have the patient’s birth chart cast in order to gain more insight into the individual.

    C. G Jung’s synchronity and theoretical physics

    In collaboration with his friend and theoretical physicist Wolfgang Pauli, Jung developed the theory of synchronicity. Like Kepler he defines astrological claims of correlations between the position of heavenly bodies at the time of birth and an individual’s development as being a- causal and not directly caused by the planets.  Pauli saw this obvious connection: “Der Vorgang des Verstehen der Natur sowie auch die Beglückung, die der Mensch beim Verstehen, d.h. beim Bewusstwerden einer neuen Erkenntnis empfindet, scheint demnach auf einer Entsprechung, einem Zur-Deckung-Kommen von präexistenten inneren Bildern der menschlichen Psyche mit äußeren Objekten und ihrem Verhalten zu beruhen. Diese Auffassung der Naturerkenntnis geht bekanntlich auf Plato zurück und wird, wie wir sehen werden, auch von Kepler in sehr klarer Weise vertreten. Dieser spricht in der Tat von Ideen, die im Geist Gottes präexistent sind, und die der Seele als dem Ebenbild Gottes mit-ein-erschaffen wurden. Diese Urbilder, welche die Seele mit Hilfe eines angeborenen Instinktes wahrnehmen könne, nennt Kepler archetypisch. Die Übereinstimmung mit den von C.G. Jung in die moderne Psychologie eingeführten, als “Instinkte des Vorstellens” funktionierenden “urtümlichen Bildern” oder Archetypen ist eine sehr weitgehende. ” C.G. Jung stated this  principle of the “synchronicity” in which the relation of a cause and effect is not valid.  A certain timely correlation of events shows an individual a special alignment, which reveals to this individual an important meaning. The coincidental occurrence of events and especially psychic events (as similar thoughts in widely separated persons or a mental image of an unexpected event before it happens) that seem related but are not explained by conventional mechanisms of causality are not used only in the psychology of C. G. Jung. Even most science-oriented, rationality driven persons may admit having had such an experience and obviously this is a basic concept of Astrology (and Eastern believe systems). For every other observer of the same event it would be only a fortuitous event, with no special meaning, because no synchronous connection to this event exists. In contrast to it are events, which have a recognizable causal connection: Because we stepped on the accelerator of our car, it speeds up or, in the psychological sense, because we were disappointed or injured, we react furiously or cry. I would not like to understand the term of the synchronicity here only in the strict Jung sense, which saw this as a phenomenon connected to the process of individuation of humans only. For C.G. Jung synchronous events were revealing something of the direction for our personal journey through life at a point of time which we had gotten off our way or believed to have lost it. This can be easily broadened in religious experience and for some to astrology concepts. 

    C. G. Jung and Eastern teachings

    In a letter written to written to Hindu astrologer, B.V. Raman, September 6th 1947 – Dr. Jung wrote: “Since you want to know my opinion about astrology I can tell you that I’ve been interested in this particular activity of the human mind since more than 30 years. As I am a psychologist, I am chiefly interested in the particular light the horoscope sheds on certain complications in the character. In cases of difficult psychological diagnosis I usually get a horoscope in order to have a further point of view from an entirely different angle. I must say that I very often found that the astrological data elucidated certain points which I otherwise would have been unable to understand. From such experiences I formed the opinion that astrology is of particular interest to the psychologist, since it contains a sort of psychological experience which we call ‘projected’ – this means that we find the psychological facts as it were in the constellations.”

    C. G. Jung and Kepler

    We already mentioned Kepler’s two personas: Kepler the consummate scientist or Kepler the mystic geometer. One may take note of Kepler’s interest in archetypes and astrology without concluding that his method was unscientific; indeed, C.G. Jung proposed that Kepler’s aesthetic conception of the world was instrumental in overcoming the pagan approach to nature. Current Kepler scholarship tends to acknowledge that there is a relationship between Kepler’s scientific and “unscientific” interests, and studies on his metaphysics, and his astrology (e.g., Rosen 1984) have appeared. In addition, several texts have explored his astrology and archetypal cosmology in relation to his astronomy and have indicated the importance of these interests in Kepler’s conversion to Copernicanism. Kepler appealed to his archetypes when his physical arguments failed. I found those aspects of the relationship between Kepler’s metaphysics, and physical astronomy with C.G. Jung’s concepts most revealing. Briggs and Myers adapted Jung’s four psychological types which were based on the four elements of classical cosmology on which the zodiac was structured.The fundamental claim of the so called archetypal astrology, which goes maybe too far, is that each planet is thought to be associated with a planetary archetype that possesses a range of related meanings. Several astrologers as well as psychologists pursued Jung’s theories in their writings, teachings and practice like Dane Rudhyar. Liz Greene and Howard Sasportas founded the Centre for Psychological Astrology in London.

    C.G. Jung and alchemy

    C.G. Jung understood quit well Christian alchemical symbolism. Rediscovering Hellenism the renaissance created in the sixteenth and seventeenth centuries the age of science. C.G. Jung: “But just as every mother was once a daughter, so too was alchemy. “
    Alchemy owes its real beginnings to the Gnostic systems, based on Greek philosophy and the mythologies of the Near and Middle East, together with Christian dogmatism and Jewish cabalism. Those were attempts, to synthesize a unitary vision of the world in which the physical and the mystical aspects played equal parts. Translated to Christian thinking it can be said that beginning with Kepler, there were attempts to interpret and understand Nature (and Astrology) with an adequate knowledge of natural processes. In the course of the eighteenth century, there arose the break between faith and knowledge. Faith lacked experience and science missed out the soul. Instead, especially Western science believed fervently in absolute objectivity and overlooked the fundamental difficulty that the real vehicle and be getter of all knowledge is the psyche and religion. Three large volumes of Jung’s Collected Works were devoted to alchemy and alchemical symbols in relation to the development of the human psyche and individuation. It might appear to the casual observer that somewhere along the line, Jung’s focus and line of investigation gradually changed over from astrology to the lesser known alchemy. The alchemists of the Renaissance period were well trained in the discipline of astrology as they were in alchemy and refer constantly to astrological images and symbolism as does C.G. Jung. Kepler believed that the world was created by God to express divine aesthetics, what Kepler called “Archetypes.” This aesthetics was essentially geometrical in nature. If one knows the details of God’s aesthetics, then one can infer a priori certain structural features of the world–for example, whether the world is Copernican or Ptolemaic. Conversely, if one knows the structural features of the world, then one can gain access to God’s aesthetic plan. Similarly, C.G. Jung states in a true Gnostic way, if one knows conscious the structural features of the own psyche, one can gain access to God.

    Heinz Artur Strauß,Sigrid Strauss-Kloebe: Die Astrologie des Johannes Kepler.
    Kepler, Johannes: Von den gesicherten Grundlagen der Astrologie. Chiron-Verlag, Mössingen 1999
    Jolande Jacobi: Komplex, Archetypus, Symbol in der Psychologie C.G. Jungs. Zürich 1957
    Wolfgang Pauli: Der Einfluss archetypischer Vorstellungen auf die Bildung naturwissenschaftlicher Theorien bei Kepler (Zürich)
    W. Pauli, C.G. Jung: Naturerklärung und Psyche. Zürich 1952