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  • Abraxas und “Die sieben Reden an die Toten”

    Abraxas und “Die sieben Reden an die Toten”

    Abraxas

    Mit Abraxas (griechisch Ἀβρασάξ, Ἀβράξας) bezeichnete der ägyptische Gnostiker Basilides in Alexandria um das 2. Jahrhundert das Symbol des höchsten Urwesens, aus dem die fünf Urkräfte Geist(Nous), Wort ( Logos), Vorsehung (Phronesis), Weisheit(Sophia) und Macht sowie sittliche Vollkommenheit und innerer Friede hervorgingen.Basilides verarbeitete verschiedene christlich-jüdische, persische und neuplatonische Überlieferungen zu einem dualistischen Weltbild.

    Das frühe Christentum war stark gnostisch geprägt, gnostische Richtungen gab es auch im Judentum, und sogar der Islam hat seine Gnostiker (die Sufis). Die Gnostiker gehen davon aus, dass der Kern eines jeden Menschen ein “göttlicher Funke” ist. Der göttliche Funke ist unsterblich, er existiert außerhalb von Raum und Zeit. Solange der Mensch aber seinen wahren Zustand nicht erkannt hat, bleibt er in dieser Welt gefangen und muss immer wieder in einem neuen Körper reinkarnieren.  Immer wieder einmal kommt aber ein Gesandter aus der Lichtwelt (bei den gnostischen Christen spielt Christus diese Rolle) auf die materielle Ebene, um dafür reif gewordene Seelen mit der Lichtkraft Gottes zu verbinden und es ihnen zu ermöglichen, dem Zugriff des falschen Gottes, des Demiurgen, zu entkommen. Der abrahamitische Gott ist dieser Demiurg. Daher haben die gnostischen Christen der Frühzeit das alte Testament rundweg abgelehnt.

    Die Gnostiker sehen Abraxas als obersten Gott, der Gutes und Böses in einer Entität vereint, der Jesus als Sohn des alttestamentarischen Gottes Jahweh auf die Welt entsandt hat.  Ähnlich  wie C. G. Jung das  im Alten Testament beschriebene Buch  Ijob (Hiob) in seinem “Antwort auf Hiob” interpetiert hat (dort ist Jahweh sehr ambivalent beschrieben und  Satan sein missratener Sohn).Anhänger des Basilides glaubten, dass der Körper von Jesus Christus eine Illusion war,während hier auf Erde weilte.

    Aus dieser obersten Gottheit den die Anhänger des Basilides anbeteten, dem „ungewordenen Vater“, emanierten sieben göttliche Kräfte (nach der Zahl der Planeten), das erste Geisterreich aus dem in allmählich abnehmender Klarheit 364 weitere Geisterreiche, jedes mit sieben „Äonen“, hervorgingen. Die gesamten Geisterreiche werden zusammengefasst in dem Geheimwort Abraxas oder Abrasax, weil es die sieben griechischen Buchstaben enthielt, die numerisch gerechnet der Zahl 365 entsprechen. Abraxas wird auch unter die ägyptischen Götter eingeordnet. Er wurde auf Amuletten mit einer Peitsche in seiner Hand dargestellt. worden. Das mystische Wort Abrakadabra war von seinem Namen abgeleitet. Diese gnostischen Symbole wurden von vielen Gesellschaften angenommen, die Magie und Alchimie betrieben.

    C.G. Jung schrieb in “Die sieben Belehrungen der Toten” unter dem literarischen Namen diese  Basilides über Abraxas.  Nach C.G. Jung kann ohne das Satan verstanden und integriert wird – wie bei Abraxas – der Mensch nicht erlöst werden.  Wie soll aber nun Satan, der das Böse repräsentiert, integriert werden? Nach Jung nur durch einen Weg,  das Böse (den Schatten) in das Bewusstsein zu heben.  Bevor wir uns nicht völlig bewußt sind, wie entfremdet  unser sozialisierter Zustand ist und wie wenig er unseren tieferen spirituellen Bedürfnissen genügt, so lange werden wir die Individuation nicht erreichen, durch die erst eine weitere und reifere Persönlichkeit entsteht.

    Es gibt eine gute  Einführung,   die diese  ‘The Seven Sermons to the Dead’  kommentieren.

    Transcribiert von C.G. Jung 1916:

    Sermo I

    Die Toten kamen zurück von Jerusalem, wo sie nicht fanden, was sie suchten. Sie begehrten bei mir Einlass und verlangten bei mir Lehre und so lehrte ich sie: Höret, ich beginne beim Nichts. Das Nichts ist dasselbe wie die Fülle. In der Unendlichkeit ist voll so gut wie leer. Das Nichts ist leer und voll. Ihr könnt auch ebenso gut etwas anderes vom Nichts sagen, zum Beispiel es sei weiß oder schwarz oder es sei nicht, oder es sei. Ein Unendliches und Ewiges hat keine Eigenschaften, weil es alle Eigenschaften hat. Das Nichts oder die Fülle nennen wir das PLEROMA. Dort drin hört Denken und Sein auf, denn das Ewige und Unendliche hat keine Eigenschaften. In ihm ist keiner, denn er wäre dann vom Pleroma unterschieden und hätte Eigenschaften, die ihn als etwas vom Pleroma unterschieden. Im Pleroma ist nichts und alles: Es lohnt sich nicht über das Pleroma nachzudenken, denn das hieße: Sich selber auflösen. Die CREATUR ist nicht im Pleroma, sondern in sich. Das Pleroma ist Anfang und Ende der Creatur. Es geht durch sie hindurch, wie das Sonnenlicht die Luft überall durchdringt. Obschon das Pleroma durchaus hindurch geht, so hat die Creatur doch nicht Theil daran, so wie ein vollkommen durchsichtiger Körper weder hell noch dunkel wird durch das Licht, das durch ihn hindurch geht. Wir sind aber das Pleroma selber, denn wir sind ein Theil des Ewigen und Unendlichen. Wir haben aber nicht theil daran, sondern sind vom Pleroma unendlich weit entfernt, nicht räumlich oder zeitlich, sondern WESENTLICH, indem wir uns im Wesen vom Pleroma unterscheiden als Creatur, die in Zeit und Raum beschränkt ist. Indem wir aber Theile des Pleroma sind, so ist das Pleroma auch in uns. Auch im kleinsten Punkt ist das Pleroma unendlich, ewig und ganz, denn klein und groß sind Eigenschaften, die in ihm enthalten sind. Es ist dies Nichts, das überall ganz ist und unaufhörlich. Daher rede ich von der Creatur als einem Theile des Pleroma, nur sinnbildlich, denn das Pleroma ist wirklich nirgends geteilt, denn es ist das Nichts. Wir sind auch das ganze Pleroma, denn sinnbildlich ist das Pleroma der kleinste nur angenommene, nicht seiende Punkt in uns und das unendliche Weltgewölbe um uns. Warum aber sprechen wir denn überhaupt vom Pleroma, wenn es doch Alles und Nichts ist ? Ich rede davon, um irgendwo zu beginnen, und um Euch den Wahn zu nehmen, dass irgendwo außen oder innen ein von vornherein Festes oder irgendwie Bestimmtes sei. Alles sogenannte Feste oder Bestimmte ist nur verhältnismäßig. Nur das dem Wandel unterworfene ist fest und bestimmt. Das wandelbare aber ist die Creatur, also ist sie das einzig feste und bestimmte, denn sie hat Eigenschaften, ja sie ist selber Eigenschaft. Wir erheben die Frage: wie ist die Creatur entstanden? Die Creaturen sind entstanden, nicht aber die Creatur, denn sie ist die Eigenschaft des Pleroma selber, so gut wie die Nichtschöpfung, der ewige Tod. Creatur ist immer und überall, Tod ist immer und überall. Das Pleroma hat alles, Unterschiedenheit und Ununterschiedenheit. Die Unterschiedenheit ist die Creatur. Sie ist unterschieden. Unterschiedenheit ist ihr Wesen, darum unterscheidet sie auch. Darum unterscheidet der Mensch, denn sein Wesen ist Unterschiedenheit. Darum unterscheidet er auch die Eigenschaften des Pleroma, die nicht sind. Er unterscheidet sie aus seinem Wesen heraus. Darum muss der Mensch von den Eigenschaften des Pleroma reden, die nicht sind. Ihr sagt: Was nützt es, davon zu reden? Du sagtest doch selbst, es lohne sich nicht, über das Pleroma zu denken. Ich sagte Euch das, um Euch vom Wahne zu befreien, dass man über das Pleroma denken könne. Wenn wir die Eigenschaften des Pleroma unterscheiden, so reden wir aus unsrer Unterschiedenheit und über unsre Unterschiedenheit, und haben nichts gesagt über das Pleroma. Über unsere Unterschiedenheit aber zu reden ist notwendig, damit wir uns genügend unterscheiden können. Unser Wesen ist Unterschiedenheit. Wenn wir diesem Wesen nicht getreu sind, so unterscheiden wir uns ungenügend. Wir müssen darum Unterscheidungen der Eigenschaften machen. Ihr fragt: Was schadet es, sich nicht zu unterscheiden? Wenn wir nicht unterscheiden, dann geraten wir über unser Wesen hinaus, über die Creatur hinaus und fallen in die Ununterschiedenheit, die die andere Eigenschaft des Pleroma ist. Wir fallen in das Pleroma selber und geben es auf, Creatur zu sein. Wir verfallen der Auflösung im Nichts. Das ist der Tod der Creatur. Also sterben wir in dem Maße, als wir nicht unterscheiden. Darum geht das natürliche Streben der Creatur auf Unterschiedenheit, Kampf gegen uranfängliche, gefährliche Gleichheit. Dieß nennt man das PRlNCIPIUM INDIVIDUATIONIS. Dieses Princip ist das Wesen der Creatur. Ihr seht daraus, warum die Ununterschiedenheit und das Nichtunterscheiden eine große Gefahr für die Creatur ist. Darum müssen wir die Eigenschaften des Pleroma unterscheiden. Die Eigenschaften sind die GEGENSATZPAARE, als das Wirksame und das Unwirksame, die Fülle und die Leere, das Lebendige und das Tote, das Verschiedene und das Gleiche, das Helle und das Dunkle, das Heiße und das Kalte, Die Kraft und der Stoff, die Zeit und der Raum, das Gute und das Böse, das Schöne und das Häßliche, das Eine und das Viele. etc. Die Gegensatzpaare sind die Eigenschaften des Pleroma, die nicht sind, weil sie sich aufheben. Da wir das Pleroma selber sind, so haben wir auch alle diese Eigenschaften in uns; da der Grund unsres Wesens Unterschiedenheit ist, so haben wir die Eigenschaften im Namen und Zeichen der Unterschiedenheit, das bedeutet: Erstens: die Eigenschaften sind in uns von einander unterschieden und geschieden, darum heben sie sich nicht auf, sondern sind wirksam. Darum sind wir das Opfer der Gegensatzpaare. In uns ist das Pleroma zerrissen. Zweitens: Die Eigenschaften gehören dem Pleroma, und wir können und sollen sie nur im Namen und Zeichen der Unterschiedenheit besitzen oder leben. Wir sollen uns von den Eigenschaften unterscheiden. Im Pleroma heben sie sich auf, in uns nicht. Unterscheidung von ihnen erlöst. Wenn wir nach dem Guten oder Schönen streben, so vergessen wir unsres Wesens, das Unterschiedenheit ist und wir verfallen den Eigenschaften des Pleroma, als welche die Gegensatzpaare sind. Wir bemühen uns, das Gute und Schöne zu erlangen, aber zugleich auch erfassen wir das Böse und Hässliche, denn sie sind im Pleroma eins mit dem Guten und Schönen. Wenn wir aber unserm Wesen getreu bleiben, nämlich der Unterschiedenheit, dann unterscheiden wir uns vom Guten und Schönen, und darum auch vom Bösen und Hässlichen, und wir fallen nicht ins Pleroma, nämlich in das Nichts und in die Auflösung Ihr werfet ein: Du sagtest, dass das Verschiedene und Gleiche auch Eigenschaften des Pleroma seien. Wie ist es, wenn wir nach Verschiedenheit streben? Sind wir dann nicht unserm Wesen getreu? Und müssen wir dann auch der Gleichheit verfallen, wenn wir nach Verschiedenheit streben? Ihr sollt nicht vergessen, dass das Pleroma keine Eigenschaften hat. Wir erschaffen sie durch das Denken. Wenn Ihr also nach Verschiedenheit oder Gleichheit oder sonstigen Eigenschaften strebt, so strebt Ihr nach Gedanken, die Euch aus dem Pleroma zufließen, nämlich Gedanken über die nichtseienden Eigenschaften des Pleroma. Indem Ihr nach diesen Gedanken rennt, fallet Ihr wiederum ins Pleroma und erreicht Verschiedenheit und Gleichheit zugleich. Nicht euer Denken, sondern euer Wesen ist Unterschiedenheit. Darum sollt Ihr nicht nach Verschiedenheit, wie Ihr sie denkt, streben, sondern NACH EUERM WESEN. Darum giebt es im Grunde nur ein Streben, nämlich das Streben nach dem eigenen Wesen. Wenn Ihr dieses Streben hättet, so brauchtet Ihr auch gar nichts über das Pleroma und seine Eigenschaften zu wissen und kämet doch zum richtigen Ziele kraft eures Wesens. Da aber das Denken vom Wesen entfremdet, so muss ich Euch das Wissen lehren, womit Ihr euer Denken im Zaume halten könnet.

    Sermo II

    Die Toten standen in der Nacht den Wänden entlang und riefen: Von Gott wollen wir wissen, wo ist Gott? Ist Gott tot? Gott ist nicht tot, er ist so lebendig wie je. Gott ist Creatur denn er ist etwas Bestimmtes und darum vom Pleroma unterschieden. Gott ist Eigenschaft des Pleroma, und alles was ich von der Creatur sagte gilt auch von ihm. Er unterscheidet sich aber von der Creatur dadurch, dass er viel undeutlicher und unbestimmbarer ist, als die Creatur. Er ist weniger unterschieden als die Creatur, denn der Grund seines Wesens ist wirksame Fülle, und nur insofern er bestimmt und unterschieden ist, ist er Creatur, und insofern ist er die Verdeutlichung der wirksamen Fülle des Pleroma. Alles, was wir nicht unterscheiden, fällt ins Pleroma und hebt sich mit seinem Gegensatz auf. Darum, wenn wir Gott nicht unterscheiden, so ist die wirksame Fülle für uns aufgehoben. Gott ist auch das Pleroma selber, wie auch jeder kleinste Punkt im Geschaffenen und im Ungeschaffenen das Pleroma selber ist. Die wirksame Leere ist das Wesen des Teufels. Gott und Teufel sind die ersten Verdeutlichungen des Nichts, das wir Pleroma nennen. Es ist gleichgültig, ob das Pleroma ist, oder nicht ist, denn es hebt sich in allem selber auf. Nicht so die Creatur. Insofern Gott und Teufel Creaturen sind, heben sie sich nicht auf, sondern bestehen gegen einander als wirksame Gegensätze. Wir brauchen keinen Beweis für ihr Sein, es genügt, dass wir immer wieder von ihnen reden müssen. Auch wenn beide nicht wären, so würde die Creatur, aus ihrem Wesen der Unterschiedenheit heraus, sie immer wieder aus dem Pleroma heraus unterscheiden.Alles was die Unterscheidung aus dem Pleroma herausnimmt, ist Gegensatzpaar, daher zu Gott immer auch der Teufel gehört. Diese Zusammengehörigkeit ist so innig, und wie Ihr erfahren habet, auch in euerem Leben so unauflösbar, wie das Pleroma selber. Das kommt davon, dass die Beiden ganz nahe am Pleroma stehen, in welchem alle Gegensätze aufgehoben und eins sind. Gott und Teufel sind unterschieden durch voll und leer, Zeugung und Zerstörung. Das WIRKENDE ist ihnen gemeinsam. Das Wirkende verbindet sie. Darum steht das Wirkende über beiden und ist ein Gott über Gott, denn es vereinigt die Fülle und die Leere in ihrer Wirkung. Dies ist ein Gott, von dem Ihr nicht wusstet, denn die Menschen vergaßen ihn. Wir nennen ihn mit seinem Namen ABRAXAS. Er ist noch unbestimmter als Gott und Teufel. ABRAXAS Um Gott von ihm zu unterscheiden, nennen wir Gott HELIOS oder Sonne. Der Abraxas ist Wirkung, ihm steht nichts entgegen, als das Unwirkliche, daher seine wirkende Natur sich frei entfaltet. Das Unwirkliche ist nicht, und widersteht nicht. Der Abraxas steht über der Sonne und über dem Teufel. Er ist das unwahrscheinlich Wahrscheinliche, das unwirklich Wirkende. Hätte das Pleroma ein Wesen, so wäre der Abraxas seine Verdeutlichung. Er ist zwar das Wirkende selbst, aber keine bestimmte Wirkung, sondern Wirkung überhaupt. Er ist unwirklich wirkend, weil er keine bestimmte Wirkung hat. Er ist auch Creatur, da er vom Pleroma unterschieden ist. Die Sonne hat eine bestimmte Wirkung, ebenso der Teufel, daher sie uns viel wirksamer erscheinen als der unbestimmbare Abraxas. Er ist Kraft, Dauer, Wandel. Hier erhoben die Toten großen Tumult denn sie waren Christen.

    Sermo III

    Die Toten kamen heran wie Nebel aus Sümpfen und riefen: Rede uns weiter über den obersten Gott.Der Abraxas ist der schwer erkennbare Gott. Seine Macht ist die größte, denn der Mensch sieht sie nicht. Von der Sonne sieht er das summum bonum, vom Teufel das Infimum malum, vom Abraxas aber das in allen Hinsichten unbestimmte LEBEN, welches die Mutter des Guten und des Übels ist. Das Leben scheint kleiner und schwächer zu sein als das summum bonum, weshalb es auch schwer ist zu denken, dass der Abraxas an Macht sogar die Sonne übertreffe, die doch der strahlende Quell aller Lebenskraft selber ist. Der Abraxas ist Sonne und zugleich der ewig saugende Schlund des Leeren, des Verkleinerers und Zerstücklers, des Teufels. Die Macht des Abraxas ist zwiefach. Ihr seht sie aber nicht, denn in Euern Augen hebt sich das Gegeneinander gerichtete dieser Macht auf. Was Gott Sonne spricht, ist Leben, was der Teufel spricht, ist Tod. Der Abraxas aber spricht das verehrungswürdige und verfluchte Wort, das Leben und Tod zugleich ist. Der Abraxas zeugt Wahrheit und Lüge, Gutes und Böses, Licht und Finsternis im selben Wort, und in derselben Tat. Darum ist der Abraxas furchtbar. Er ist prächtig wie der Löwe im Augenblick, wo er sein Opfer niederschlägt. Er ist schön wie ein Frühlingstag. Ja, er ist der große Pan selber und der kleine. Er ist Priapos. Er ist das Monstrum der Unterwelt, ein Polyp mit tausend Armen, beflügeltes Schlangengeringel, Raserei. Er ist der Hermaphrodit des untersten Anfanges. Er ist der Herr der Kröten und Frösche, die im Wasser wohnen und ans Land steigen, die am Mittag und um Mitternacht im Chore singen. Er ist das Volle, das sich mit dem Leeren einigt. Er ist die heilige Begattung, Er ist die Liebe und ihr Mord, Er ist der heilige und sein Verräter. Er ist das hellste Licht des Tages und die tiefste Nacht des Wahnsinns. Ihn sehen, heißt Blindheit, Ihn erkennen heißt Krankheit, Ihn anbeten heißt Tod, Ihn fürchten heißt Weisheit, Ihm nicht widerstehen heißt Erlösung. Gott wohnt hinter der Sonne, der Teufel wohnt hinter der Nacht. Was Gott aus dem Licht gebiert, zieht der Teufel in die Nacht. Der Abraxas aber ist die Welt, ihr Werden und Vergehen selber. Zu jeder Gabe des Gottes Sonne stellt der Teufel seinen Fluch. Alles, was Ihr vom Gott Sonne erbittet, zeugt eine Tat des Teufels. Alles, was Ihr mit Gott Sonne erschafft, giebt dem Teufel Gewalt des Wirkens. Das ist der furchtbare Abraxas. Er ist die gewaltigste Creatur und in ihm erschrickt die Creatur vor sich selbst. Er ist der geoffenbarte Widerspruch der Creatur gegen das Pleroma und sein Nichts. Er ist das Entsetzen des Sohnes vor der Mutter. Er ist die Liebe der Mutter zum Sohne. Er ist das Entzücken der Erde und die Grausamkeit der Himmel. Der Mensch erstarrt vor seinem Antlitz. Vor ihm giebt es nicht Frage und nicht Antwort. Er ist das Leben der Creatur. Er ist das Wirken der Unterschiedenheit. Er ist die Liebe des Menschen. Er ist die Rede des Menschen. Er ist der Schein und der Schatten des Menschen. Er ist die täuschende Wirklichkeit. Hier heulten und tobten die Toten, denn sie waren Unvollendete.

    Sermo IV

    Die Toten füllten murrend den Raum und sprachen: Rede zu uns von Göttern und Teufeln, Verfluchter. Gott Sonne ist das höchste Gut, der Teufel das Gegenteil, also habt Ihr zwei Götter. Es gibt aber viele hohe Güter und viele schwere Übel, und darunter giebt es zwei Gottteufel, der eine ist das BRENNENDE und der andere das WACHSENDE. Das Brennende ist der EROS in Gestalt der Flamme. Sie leuchtet, indem sie verzehrt. Das Wachsende ist der BAUM DES LEBENS, er grünt, indem er wachsend lebendigen Stoff anhäuft. Der Eros flammt auf und stirbt dahin, der Lebensbaum aber wächst langsam und stetig durch ungemessene Zeiten. Gutes und Übles einigt sich in der Flamme. Gutes und Übles einigt sich im Wachstum des Baumes. Leben und Liebe stehen in ihrer Göttlichkeit gegeneinander. Unermesslich, wie das Heer der Sterne ist die Zahl der Götter und Teufel. Jeder Stern ist ein Gott und jeder Raum, den ein Stern füllt, ist ein Teufel. Das Leervolle des Ganzen aber ist das Pleroma. Die Wirkung des Ganzen ist der Abraxas, nur Unwirkliches steht ihm entgegen. Vier ist die Zahl der Hauptgötter, denn vier ist die Zahl der Ausmessungen der Welt. Eins ist der Anfang, der Gott Sonne. Zwei ist der Eros, denn er verbindet Zwei und breitet sich leuchtend aus. Drei ist der Baum des Lebens, denn er füllt den Raum mit Körpern. Vier ist der Teufel, denn er öffnet alles Geschlossene; er löst auf alles Geformte und Körperliche, er ist der Zerstörer, in dem Alles zu Nichts wird. Wohl mir, dass es mir gegeben ist, die Vielheit und Verschiedenartigkeit der Götter zu erkennen. Wehe Euch dass Ihr diese unvereinbare Vielheit durch den einen Gott ersetzt. Dadurch schafft Ihr die Qual des Nichtverstehens und die Verstümmelung der Creatur, deren Wesen und Trachten Unterschiedenheit ist. Wie seid Ihr eurem Wesen getreu, wenn Ihr das Viele zum Einen machen wollt? Was Ihr an den Göttern tut, geschieht auch an Euch. Ihr werdet alle gleich gemacht und so ist euer Wesen verstümmelt. Um des Menschen willen herrsche Gleichheit, aber nicht um Gottes willen, denn der Götter sind viele, der Menschen aber wenige. Die Götter sind mächtig, und ertragen ihre Mannigfaltigkeit, denn wie die Sterne stehen sie in Einsamkeit und ungeheurer Entfernung von einander. Die Menschen sind schwach und ertragen ihre Mannigfaltigkeit nicht, denn sie wohnen nahe beisammen und bedürfen der Gemeinschaft, um ihre Besonderheit tragen zu können. Um der Erlösung willen lehre ich Euch das Verwerfliche, um dessentwillen ich verworfen ward. Die Vielzahl der Götter entspricht der Vielzahl der Menschen. Unzählige Götter harren der Menschwerdung. Unzählige Götter sind Menschen gewesen. Der Mensch hat am Wesen der Götter teil, er kommt von den Göttern und geht zum Gotte. So, wie es sich nicht lohnt über das Pleroma nachzudenken, so lohnt es sich nicht, die Vielheit der Götter zu verehren. Am wenigsten lohnt es sich, den ersten Gott, die wirksame Fülle und das summum bonum, zu verehren. Wir können durch unser Gebet nichts dazu tun und nichts davon nehmen, denn die wirksame Leere schluckt alles in sich auf. Die hellen Götter bilden die Himmelswelt, sie ist vielfach und unendlich sich erweiternd und vergrößernd. Ihr oberster Herr ist der Gott Sonne. Die dunkeln Götter bilden die Erdenwelt. Sie sind einfach und unendlich sich verkleinernd und vermindernd. Ihr unterster Herr ist der Teufel, der Mondgeist, der Trabant der Erde, kleiner und kälter und toter als die Erde. Es ist kein Unterschied in der Macht der himmlischen und der erdhaften Götter. Die himmlischen vergrößern, die erdhaften verkleinern. Unermesslich ist beiderlei Richtung.

    Sermo V

    Die Toten spotteten und riefen: Lehre uns, Narr, von Kirche und heiliger Gemeinschaft. Die Welt der Götter verdeutlicht sich in der Geistigkeit und in der Geschlechtlichkeit. Die himmlischen erscheinen in der Geistigkeit, die erdhaften in der Geschlechtlichkeit. Geistigkeit empfängt und erfasst. Sie ist weiblich und darum nennen wir sie die MATER COELESTIS, die himmlische Mutter. Geschlechtlichkeit zeugt und erschafft. Sie ist männlich und darum nennen wir sie PHALLOS, den erdhaften Vater. Die Geschlechtlichkeit des Mannes ist mehr erdhaft, die Geschlechtlichkeit des Weibes ist mehr geistig. Die Geistigkeit des Mannes ist mehr himmlisch, sie geht zum Größeren. Die Geistigkeit des Weibes ist mehr erdhaft, sie geht zum Kleineren. Lügnerisch und teuflisch ist die Geistigkeit des Mannes, die zum Kleineren geht. Lügnerisch und teuflisch ist die Geistigkeit des Weibes, die zum Größern geht. Jeder gehe zu seiner Stelle. Mann und Weib werden aneinander zum Teufel, wenn sie ihre geistigen Wege nicht trennen, denn das Wesen der Creatur ist Unterschiedenheit. Die Geschlechtlichkeit des Mannes geht zum Erdhaften, die Geschlechtlichkeit des Weibes geht zum Geistigen. Mann und Weib werden aneinander zum Teufel, wenn sie ihre Geschlechtlichkeit nicht trennen. Der Mann erkenne das Kleinere, das Weib das Größere. Der Mensch unterscheide sich von der Geistigkeit und von der Geschlechtlichkeit. Er nenne die Geistigkeit Mutter und setze sie zwischen Himmel und Erde. Er nenne die Geschlechtlichkeit Phallos und setze ihn zwischen sich und die Erde, denn die Mutter und der Phallos sind übermenschliche Dämonen und Verdeutlichungen der Götterwelt. Sie sind uns wirksamer als die Götter, weil sie unserm Wesen nahe verwandt sind. Wenn Ihr Euch von Geschlechtlichkeit und von Geistigkeit nicht unterscheidet und sie nicht als Wesen über Euch und um Euch betrachtet, so verfallt Ihr ihnen als Eigenschaften des Pleroma. Geistigkeit und Geschlechtlichkeit sind nicht Eure Eigenschaften, nicht Dinge, die Ihr besitzt und umfasst, sondern sie besitzen und umfassen Euch, denn sie sind mächtige Dämonen, Erscheinungsformen der Götter, und darum Dinge, die über Euch hinaus reichen und an sich bestehen. Es hat einer nicht eine Geistigkeit für sich oder eine Geschlechtlichkeit für sich, sondern er steht unter dem Gesetz der Geistigkeit und der Geschlechtlichkeit. Darum entgeht keiner diesen Dämonen. Ihr sollt sie ansehen als Dämonen und als gemeinsame Sache und Gefahr, als gemeinsame Last, die das Leben euch aufgebürdet hat. So ist Euch auch das Leben eine gemeinsame Sache und Gefahr, ebenso auch die Götter und zuvorderst der furchtbare Abraxas. Der Mensch ist schwach, darum ist Gemeinschaft unerläßlich; ist es nicht die Gemeinschaft im Zeichen der Mutter, so ist es sie im Zeichen des Phallos. Keine Gemeinschaft ist Leiden und Krankheit. Gemeinschaft in jeglichem ist Zerrissenheit und Auflösung. Die Unterschiedenheit führt zum Einzel sein. Einzel sein ist gegen Gemeinschaft. Aber um der Schwäche des Menschen willen gegenüber den Göttern und Dämonen und ihrem unüberwindlichen Gesetz ist Gemeinschaft nötig. Darum sei so viel Gemeinschaft als nötig, nicht um der Menschen willen, sondern wegen der Götter. Die Götter zwingen Euch zur Gemeinschaft. So viel sie Euch zwingen, so viel Gemeinschaft tut not, mehr ist von Übel. In der Gemeinschaft ordne sich jeder dem andern unter, damit die Gemeinschaft erhalten bleibe, denn Ihr bedürft ihrer. Im Einzel sein ordne sich einer dem andern über, damit jeder zu sich selber komme und Sklaverei vermeide. In der Gemeinschaft gelte Enthaltung, im Einzel sein gelte Verschwendung. Die Gemeinschaft ist die Tiefe, das Einzel sein ist Höhe. Das richtige Maß in Gemeinschaft reinigt und erhält. Das richtige Maß im Einzel sein reinigt und fügt hinzu. Die Gemeinschaft giebt uns die Wärme, das Einzel sein giebt uns das Licht.

    Sermo VI

    Der Dämon der Geschlechtlichkeit tritt zu unsrer Seele als eine Schlange. Sie ist zur Hälfte Menschenseele und heißt Gedankenwunsch. Der Dämon der Geistigkeit senkt sich in unsre Seele herab als der weiße Vogel. Er ist zur Hälfte Menschenseele und heißt Wunschgedanke. Die Schlange ist eine erdhafte Seele, halb dämonisch, ein Geist und verwandt den Geistern der Toten. Wie diese, so schwärmt auch sie herum in den Dingen der Erde und bewirkt, dass wir sie fürchten, oder dass sie unsere Begehrlichkeit reizen. Die Schlange ist weiblicher Natur und sucht immer die Gesellschaft der Toten, die an die Erde gebannt sind, solche, die den Weg nicht hinüberfanden, nämlich ins Einzel sein. Die Schlange ist eine Hure und buhlt mit dem Teufel und mit den bösen Geistern, ein arger Tyrann und Quälgeist, immer zu übelster Gemeinschaft verführend. Der weiße Vogel ist eine halbhimmlische Seele des Menschen. Sie weilt bei der Mutter und steigt bisweilen herab. Der Vogel ist männlich und ist wirkender Gedanke. Er ist keusch und einsam, ein Bote der Mutter. Er fliegt hoch über die Erde. Er gebietet das Einzel sein. Er bringt Kunde von den Fernen, die vorangegangen und vollendet sind. Er trägt unser Wort herum in den Dingen der Erde und bewirkt, dass wir sie fürchten, oder dass sie unsere Begehrlichkeit reizen. Die Toten blickten mit Verachtung und sprachen: Höre auf von Göttern, Dämonen und Seelen zu reden. Das wussten wir im Grunde schon längst.

    Sermo VII

    Des Nachts aber kamen die Toten wieder mit kläglicher Gebärde und sprachen: Noch eines, wir vergaßen davon zu reden, lehre uns vom Menschen. Der Mensch ist ein Thor, durch das Ihr aus der Außenwelt der Götter, Dämonen und Seelen eintretet in die Innenwelt, aus der größeren Welt in die kleinere Welt. Klein und nichtig ist der Mensch, schon habt Ihr ihn im Rücken, und wiederum seid Ihr im unendlichen Raume, in der kleineren oder inneren Unendlichkeit.In unermesslicher Entfernung steht ein einziger Stern im Zenith. Dies ist der eine Gott dieses Einen, dies ist seine Welt, sein Pleroma, seine Göttlichkeit. In dieser Welt ist der Mensch der Abraxas, der seine Welt gebiert oder verschlingt. Dieser Stern ist der Gott und das Ziel des Menschen. Dies ist sein einer führender Gott, in ihm geht der Mensch zur Ruhe, zu ihm geht die lange Reise der Seele nach dem Tode, in ihm erglänzt als Licht alles, was der Mensch aus der größeren Welt zurückzieht. Zu diesem einen bete der Mensch. Das Gebet mehrt das Licht des Sternes, es schlägt eine Brücke über den Tod, es bereitet das Leben der kleineren Welt, und mindert das hoffnungslose Wünschen der größeren Welt. Wenn die größere Welt kalt wird, leuchtet der Stern. Nichts ist zwischen dem Menschen und seinem einen Gotte, sofern der Mensch seine Augen vom flammenden Schauspiel des Abraxas abwenden kann. Mensch hier, Gott dort. Schwachheit und Nichtigkeit hier, ewige Schöpferkraft dort. Hier ganz Dunkelheit und feuchte Kühle, dort ganz Sonne. Darauf schwiegen die Toten und stiegen empor wie Rauch über dem Feuer des Hirten, der des Nachts seiner Herde wartete. ANAGRAMMA: NAHTRIHECCUNDE GAHINNEVERAHTUNIN ZEHGESSURKLACH ZUNNUS

  • Omne bonum a Deo, omne malum ab homini – the supressed Evil.

    Omne bonum a Deo, omne malum ab homini – the supressed Evil.

    In pagan societies  and religions which are not based on the Old Testament,  God(s) were Good and Evil. That did not pose any problem in polytheistic belief systems,  but it did in monotheistic religions striving to monotheism and to conceptualize and label God.

    The Tao, right translated by the Jesuits as God is  referring to God in the unknowable sense, the God is beyond concept and beyond imagining. This concept corresponds in Gnosticism to Pleroma (the real God), to the Brahman in Hinduism, Ein Sof in Jewish Kabbalah.

    Now, if God were to manifest in the temporal realm then we will have something that we can conceptualize and label – Evil and Good.  Every religion came up with different solutions. For the Gnostics the label for this phenomenon was Abraxas.  In the Old Testament  God was named “Yahweh and the Four as symbolic number used throughout.  The distant and remote God of the Old Testament “Yahweh” was  an unkind one.  Three is more prominent in the New Testament and it strongly emphasise the loving God, the Trinity  of Father, son and Holy Ghost.

    According to Jung,  also God has a “shadow” – a dark side– that must be recognized for wholeness within religion – as for individual to occur. Every trinity, he proposed, has a hidden fourth, the whole of which is a quaternity. As was shown in the article before the assumption of Mary completed the hidden quaternity of the New Testament.  C. G. Jung proposed a more sinister concept of a quaternity from the Old Testament, in his book Answer to Job.  He concluded that Christianity had suppressed the role of evil. Now, where did Satan go?

    • C.G. Jung  referers to the Axiom “Omne bonum a Deo, omne malum ab homine., i.e., “All good from God, all evil from man” in Aion (Volume 8 collected Works of C.G. Jung). At the time of Augustine of Hippo (Augustinus).  this doctrine was developed, following the image in the New Testament of the only loving God. The Evil does exist, not in heavenly realm but in us. Only “Omne bonum a Deo” is a direct quote of of Augustine of Hippo though.
    •  The Evil is the Satan,  as personified adversary of Jesus. A conception of God that incorporates both Good and Evil in two entities but part of the heavenly realm.
    • Abraxas in Gnostics represents a mono-theistic God but quite different from the omni-benevolent God found in later Christianity.  Its a conception of God that incorporates both Good and Evil in one entity.  In Gnostic labels right Hand is God and Left hand the ignorant Demiurge, the halfcreator of a inperfect world.

    The “early”Jung preferred clearly the latter concept, prominently introduced Abraxas in the “Seven Sermons of the death written 1916. Jung stated,  that religious beliefs should be based on experiential self-knowledge and not on inherited doctrine or dogma’. In Jung’s system the Evil is defined by the concept of  the shadow (often contaminated by Animus or Anima). As shadow is prone to projection,  more patriarchical beliefs have vilified women for centuries as close to evil and seducers. Matriarchal beliefs ( including political views) see men as origin of death and creator of all earthly woe. Both are projections, both surpress their shadows, who hide their animus or anima.

    It seems to me that Jung’s common nominator was the idea that in the individual represents a religious system. In the outer sections of the circle we have the outer mysteries of religion – the consciousness. That represent rules, the rituals and regulations. In the inner part of the circle is depicted the mystical heart of each religion, the mystical practices and disciplines designed to bring people into union with God – the unconsciousness. Towards the centre we find God – the self. The ultimate truth and base of all being. God is given different names, the assertion here is that all the different labels may referring to a similar meanings of God but conceptually there may be very different, inside and outside.

    Bibliothek der Kirchenväter, in Uebersetzungen u. Auszügen, Band 9
  • Marriages Made in Heaven : Trinity Finally Becomes a Quaternity – to be continued

    Marriages Made in Heaven : Trinity Finally Becomes a Quaternity – to be continued

    There is a no doubt that quaternity as a symbol has a very long history.   Quaternity could be found literally all over the world – from China to Peru ,  from earliest paleolithic paintings in Rhodesia to the bronze time in all cultures until today. The number four indicates the border of accuracy in information technology,  was dominating also Greek philosophy and science and represents the number of dimensions in the space-time continuum.  There is also no doubt, that C. G. Jung regarded quaternity as most important symbol, even more important than trinity:  “The quaternity, is an archetype of almost universal occurrence [. . .] For instance, if you want to describe the horizon as a whole, you name the four quarters of heaven…There are always four elements, four prime qualities, four colours, four castes, four ways of spiritual development, etc. So, too, there are four aspects of psychological orientation [. . .] The ideal of completeness is the circle sphere, but its natural minimal division is a quaternity”. (Psychology and Religion: West and East).

    The Christian Quaternity

    In more than one occurrence, Jung mentioned that the most significant “advantage” in Catholicism ist the coronation of Mary in Heaven making the four complete. This coronation of Mary in Heaven, finally endorsed by the Pius XII in 1954, made to him Quaternity out of Trinity. He regarded this of a very meaningful psychological move.  It fulfilled the prophecy from Revelation which Catholics have repeatedly pleaded for. The assumption was hardly the bold stroke of a rogue pope, because the pope not only endorsed this devout custom but “on many occasions, either personally or through bishop-delegates, carried out the coronation of Marian images.” [See Pius XII, Encyclical Ad Caeli Reginam, Oct 11, 1954]. We are led to believe the proclamation followed compelling visions in the Vatican:

    Holy Ghost

    Christus   —————-+—————  God Father

    Maria

    Mary was crowned by God with a crown of justice. Coronation, or the bestowal of a crown, is primarily intended to be an exercise of justice in recognition of merit, due to the fact that she freely and out of pure love conceived and brought forth the divine Redeemer, thus giving Him to God and to the world for the salvation of the human race. The fact that Quaternity is not by any means purely Christian origin,  but also pre-Christian and  even non-Christian origin,  is not a depreciation of the Christian religion. Now the catholic faith recognizes likewise another personal evil, which would complete Quaternity according to Jung  –  the Satan in the one of the oldest book in the Bible “Job” acts on his own discretion and is able to affect even God.  As enemy of Christ, Satan is with C.G.Jung in „ answer to Hiob “ “ God son consequently likewise ” together with the Demurge Yahwe and Sophie – another Quaternity accurding to Jung. The most important Quaternity in the Christian teachings, however,  is defined by the special position of Maria. In its religion-psychological considerations Jung argues with the archetype of the Trinity (triad) and Christian trinity.  Maria as the fourth originally was missing and/or one displaced in the unconscious. The Christian religion added therefore Maria, i.e. the female and human (material although without sin) – as the fourth to the entireness again (Ascension Day).

    The Christian Trinity.

    If we regard the Bible in the view of the three-agreement of God, then it is to be first stated that the term is not “ to three-agreement ” or “ Trinity ” anywhere. The term was probably from Theophilus of Antiochian around 180 n. Chr. coined/shaped. andTertullian soon thereafter took it over. The fact that the term does not occur does not exclude however by any means that the thing, which the term summarizes in many places is expressed to the holy writing clearly. The science of the three-agreement can be formulated in such a way: It exists  only one true God (monotheism). This works and reveals themselves as father, son and holy spirit. The father is God, the son is God, the holy spirit is God – nature one existing, and nevertheless in three persons obviously. Jesus Christ possessed two nature during its terrestrial existence: protects divine and protects humanity. As God, he reveals his secrets, one of these revealing is the holy spirit, the eternal, to the father and son common life activity. The spirit of the first Christian municipalities was accordingly, mystic, the kind and time of their emergence. The conception of the holy spirit, which was originally only a power or attribute of God and was raised gradually for the conception to a  special, but God subordinate, nature.

    Non-Christian and  archetypical Quaternity.

    The fourness in dreams and visions knows of its he entireness and is also contained  in the Mandala. In mythology, religion and hermetic symbol systems,  like alchemy and Greek philosophy  the fourness is preferred, above all  in gnostic thinking. Gnosis is concerned to arrange the chaotic variety (chaos) by numine pictures and impressions. The Quaternity means therefore calming by order.  Jung frequently mentions that the Quaternity models avails itself in empiric , in order to be able to orient itself in the abundance and multilayeredness of universal motives, shapes, events, in addition, the dreams, fantasies and other unconscious and symbolic organizations of his patients.

    Air

    Fire   —————-+—————  Earth

    Water

    Non-Christian and  archetypical Trinity.

    At no means, the trinity was less frequently seen. Triads of gods appear very early, at the primitive level.  The pre-Christian Trinity’s Pre-Christian parallels of the religion historical archetype of the God triads are in Babylonian, (Sin, Shaman and Ishtar), to Egyptian king theology (Osiris, Isis, and Horus) with father God and his  son the Pharaoh as well as in Plato’s speculations (Timaios). In the Alexandrine philosophy of the last pre-Christian century, which developed from the connection of Platonic and Jewish teachings, two other divine shapes complete Jahwe: Logos and Sophia, which form a Trias with God. The Islam, however, both condemns the teaching of trinity and worshipping Jesu and his mother Maria. The archaic triads in the religions of antiquity and of the East are so numerous that clustering had been done,  arrangement in triads is an archetype in the history of religion, which likely formed the basis of the Christian Trinity. Plato’s own threefold division of the soul is into spirit, reason and desire.  It is from these three segments that the layers of society in the utopian Republic are derived: the Guardians, the Auxiliaries and the Plebs. In Gnosis which has significant but troubled connections with  Christianity, the holy spirit completes twoness, which is  comforts the“ doubt ” in the son, an becomes thirdness, which restores the unity. An amazing similarity with Johannes 14. There Jesus addresses his farewell speech to his followers and comforts them with the words: „ I will ask the father, and he will give you another trustee that he is with you in eternity, the spirit of the truth, which the world cannot receive, because it does not see it still it knows. You [however] know it, because it remains with you and in you will be. ” The view of C.G. Jung gives, however, also some discomfort: What has psychology to do with faith?

    The Jung interpretation of the Trinity.

    Jung here first, coming from Platon and gnostic speculation,interprets the threeness in the sense of  consciousness process. All numine experiences, thus of working and the will of a divinity, are except-conscious experiences. C.G.Jung uses here the term of the collective unconscious. Christ was that collective shape, which the contemporary unconscious expected and in this entireness Christ is the assigned symbol of the even . A goal of the psychological development is the self  individuation. Because however humans know themselves only as I, which is hardly to be differentiated even however not to be described and of the God picture, “ the self implementation in religious-metaphysical language means the incarnation of God ” (171); God realises itself in humans. When I suffer I do similar to the passion of Christ. On the way of the implementation in its entireness of the human is th integration of the unconscious one into consciousness, into “ the divine range”. The life of Christ is thus symbol for the conscious and unconscious spiritually or psychological transformation of humans.

    The Jung interpretation of the Quaternity

    A Trinity “ father, mother, son ” would be more natural, which also the early Christian Gnosticism aimed at. For C.G. Jung reveals itself the Trinity as a symbol, in which divine embraces human. The Christian Trinity is awarded all to property, all bad and imperfect one are denied. Now there is also remarkable Quaternity in Christian teachings which is central with C.G. Jung. The Quaternity is “ an order pattern par excellence ” (see Jung, GW 9/2, 381) and a substantial aspect of its entireness symbolism: “ the ideal completeness is that round, the circle, but its natural minimum organization is the fourness. ” (Jung, GW 11, 246).

    Good

    Spirit   —————-+—————  Material

    Evil

    According to C.G. Jung –  in alchemy –  the two indicates the difference and the pair, the three designates the rebirth and is the first male number. The four as number is first female number. The  square and  the cross,  completes the structure of a fundamental coordinate system for time and space, for world and cosmos. Those form therefore also the basis for many logical-mental models: The four directions, the four hoist, the four seasons  the four ages, the four elements, the four body juices and the four tempers, the four rivers of the paradises and the four Evangelists (three Synoptics and Johannes).

  • Eine Phänemonologie: Anti-Christ – Satan – Dämon

    Eine Phänemonologie: Anti-Christ – Satan – Dämon

    Das Göttliche tritt dem Bewußtsein innerhalb dessen eigener Dialektik entgegen sowohl in uranischer wie in chtonischer Gestalt, verkörpert in guten und in bösen Göttern, Anti-Christ – Satan – Dämon, in Lichtgestalten und Dämonen. Im Polytheismus haben die Götter oft dämonische und die Dämonen oft göttliche Züge. Beide gehören bis zum Neuen Testament eigentlich zum gleichen Geschlecht, sie sind nur feindliche Brüder wie etwa die Olympier und die Titanen, und von manchen, wie von Dionysos oder von Poseidon, läßt sich kaum mit Sicherheit sagen, ob er nun ein Gott oder ein Dämon ist. Später aber, wenn das Vergessen immer mehr und mehr die Erinnerung zu ersticken droht, verschärft sich der Widerspruch, die Götter werden immer menschlicher, die Teufel immer teuflischer, bis am Ende dem ganz und gar zu seinem eigenen Gott gewordenen Menschen die völlig entzauberte Natur gegenübersteht. Heute, da das spirituelle Auge völlig erblindet, der “Mensch Gott gegenüber taub ist” wie Benedikt der XVI. meint  und der metaphysische Sinn gänzlich erstorben ist, gibt es offiziell weder Götter noch Dämonen. an deren Stelle treten Prominente und psychisch Gestörte  und die unendliche Dummheit im Universium, wie Einstein und Frank Zappa anmerkte.

     Aber gibt es den Antichristen?

    Der Urtext des griechischen Wortes für Antichrist kann zwei Bedeutungen haben. Man kann es auslegen als gegen Christus, in dem Sinne, daß jemand oder eine bestimmte Macht sich dem Werk Christi widersetzt. Oder die Alternative an Stelle von Christus, das bedeutet eine Person oder eine Macht, welche den Platz Christi einnimmt, oder einen falschen Christus darstellt. Gott sagt, daß neben dem Kommen eines bestimmten Antichristen, viele andere Antichristen bereits während der Epoche der ersten Gemeinde gegenwärtig waren. Die Bibel sagt in 1. Johannes 2, 19 und 26: Sie (die Antichristen) sind von uns ausgegangen, aber sie waren nicht von uns. Denn wenn sie von uns gewesen wären, so wären sie ja bei uns geblieben; aber es sollte offenbar werden, daß sie nicht alle von uns sind. Dies habe ich euch geschrieben von denen, die euch verführen. Gemäß dem Worte Gottes, waren Antichristen Scheinchristen, welche sich vom Leib der wahren Gläubigen getrennt hatten. Sie waren Lügner, welche die Gottessohnschaft Jesu verleugneten. Heretiker? Die Bibel sagt in 1. Johannes 2, 22: Wer ist ein Lügner, wenn nicht der, der leugnet, daß Jesus der Christus ist? Das ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet. 2. Johannes 1, 7: Denn viele Verführer sind in die Welt ausgegangen, die nicht bekennen, daß Jesus Christus in das Fleisch gekommen ist. Das ist der Verführer und der Antichrist. Antichristen sind keine Atheisten. Das sind keine Heiden die gegen Christus kämpfen. Das sind Menschen, welche ein Evangelium predigen, aber nicht das wahre Evangelium. Sie verkündigen ein anderes Evangelium. Die Bibel sagt in 2. Korinther 11, 4, 13-15: Denn wenn einer zu euch kommt und einen andern Jesus predigt, den wir nicht gepredigt haben, oder ihr einen andern Geist empfangt, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so ertragt ihr das recht gern! Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter und verstellen sich als Apostel Christi. Und das ist auch kein Wunder; denn er selbst, der Satan, verstellt sich als Engel des Lichts. Darum ist es nichts Großes, wenn sich auch seine Diener verstellen als Diener der Gerechtigkeit; deren Ende wird sein nach ihren Werken. Jesus warnte die Gemeinde bezüglich der verführerischen Arbeit dieser falschen Propheten. Die Bibel sagt in Matthäus 7, 15, 21-23: Seht euch vor, vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe. Es werden nicht alle, die zu mir sagen, Herr, Herr! In das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel. Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen böse Geister ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Wunder getan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter! Weiterhin warnte Jesus, daß während der Zeit vor seiner Zweiten Wiederkunft, also am Ende der Kirchengeschichte, Antichristen versuchen werden ihn nachzuahmen indem sie vorgeben werden, der zurück gekehrte Messias zu sein. Die Bibel sagt in Matthäus 24, 4, 5, 24-26: Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Seht zu, daß euch nicht jemand verführe. Denn es werden viele kommen unter meinem Namen und sagen: Ich bin der Christus, und sie werden viele verführen. Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen und große Zeichen und Wunder tun, so daß sie, wenn es möglich wäre, auch die Auserwählten verführen. Siehe, ich habe es euch vorausgesagt. Wenn sie also zu euch sagen werden: Siehe, er ist in der Wüste! So geht nicht hinaus; siehe, er ist drinnen im Haus! So glaubt es nicht. nKurz vor der Zweiten Wiederkunft Jesu wird eine Erscheinung des großen und endgültigen Antichristen oder des Widersachers stattfinden, Die Bibel sagt in 2. Thessalonicher 2, 3 und 4: Laßt euch von niemandem verführen, in keinerlei Weise; denn zuvor muß der Abfall kommen und der Mensch der Bosheit offenbart werden, der Sohn des Verderbens. Er ist der Widersacher, der sich erhebt über alles, was Gott oder Gottesdienst heißt, so daß er sich in den Tempel Gottes setzt und vorgibt, er sei Gott. Was wird aus diesem Antichristen werden, und wie werden wir ihn erkennen können? Die Bibel sagt in 2. Thessalonicher 2, 8-10: Und dann wird der Böse offenbart werden. Ihn wird der Herr Jesus umbringen mit dem Hauch seines Mundes und wird ihm ein Ende machen durch seine Erscheinung, wenn er kommt. Der Böse aber wird in der Macht des Satans auftreten mit großer Kraft und lügenhaften Zeichen und Wundern und mit jeglicher Verführung zur Ungerechtigkeit bei denen, die verloren werden, weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, daß sie gerettet würden.

    Die Erwähnung des Antichristen geschieht in der Offenbarung mit einige Aussagen die bereits aus Daniel bekannt sind:

    • er erhält von dem Drachen (= Satan) seine Macht (V.2)
    • er wird angebetet (V.4.8.12)
    • er lästert Gott (V.5.6)
    • er vernichtet die Heiligen (V.7)
    • und er hat vollkommene Macht (V.7).

    Nach einer gewissen Zeit, zu der sowohl die freiwillige Machtübertragung durch die zehn Könige, als auch die kriegerischen Eroberungen gehören, hat der AC Macht über die ganze Erde. Im Gegensatz zu den früheren Reichen wird diese Macht wirklich total sein. Nach Off. 17,9 die Häupter Könige bzw. die dahinter stehenden Weltreiche dar. Der AC ist das 7. Haupt (einer von den Sieben – 17,11). Offenbar erhält er bei seinem ersten Auftreten eine tödliche Verwundung (Schwertwunde – 13,3.12.14). Als der achte Herrscher (17,11) steigt er dann wieder -nach einer “wunderbaren” Heilung- aus dem “Abgrund” herauf (11,7; 17,8). Das Wort “Abgrund” bezeichnet den Verwahrungsort der Dämonen (9,1ff.; Lk. 8,31) und macht klar, dass es sich hier um reale Vorgänge bzgl. der Person des AC handelt und nicht lediglich um das überraschende Wiedererstehen des Römischen Reiches etc., wie es manche Ausleger bisweilen verstehen. In diesem Sinne war das Tier (bei seinem ersten Auftreten), ist nicht (nachdem es die tödliche Wunde erhalten hat) und wird wieder sein (wenn es aus dem Abgrund emporsteigt). Diese Vorgänge werden mit ein Grund für die Anbetung sein (17,8), ein weiterer Hinweis auf eine wörtliche Bedeutung. Es ist in gewisser Weise ein teuflisches Gegenbild zur Auferstehung Jesu Christi. Die Zahl 666 kommt nur an einer Stelle der Bibel direkt vor, es ist Offenbarung 13,18. Danach handelt es sich bei dieser Zahl um die Zahl des Tieres bzw. des kommenden Antichristen. Nach Vers 17 ist die Zahl des Tieres (das gilt auch für den Namen selbst) zugleich das an mehreren Stellen genannte Mahlzeichen (Off. 13,16; 14,9; 19,20; 20,4): Wer dieses Mahlzeichen nicht annimmt, ist vom wirtschaftlichen Leben ausgeschlossen, andererseits kommt die Annahme einer Anbetung des Antichristen gleich, so dass Jesus deutlich davor warnt, diese Zahl anzunehmen. Bezüglich der Deutung gibt es zwei grundlegende Richtungen: Symbolische Deutung: Diese Richtung weist darauf hin, dass die Zahlen in der Bibel oft eine symbolische Bedeutung haben. 7 = göttliche Vollzahl, 3 = göttliche Dreieinigkeit usw. Auch die Zahl 666 wird daher symbolisch verstanden. Es gibt hier mehrere Auslegungen, z.B. soll in dieser Zahl der Versuch (und das Scheitern) Satans ausgedrückt sein, gleich zu werden wie Gott. wörtliche Deutung: In den alten Sprachen hatten die einzelnen Buchstaben oft zugleich einen bestimmten Zählwert. Dies hat sich in den lateinischen Zahlzeichen (I, V, X usw.) bis in unsere Zeit erhalten. Ähnlich war dies im Hebräischen und im Griechischen. So konnte man einen Namen verschlüsseln, indem man die Summe der einzelnen Buchstabenwerte angab. Wer eine Vermutung hatte, wie der Name lautete, konnte dies leicht nachprüfen; ein Außenstehender hatte aber keine Möglichkeit auf den Namen zu kommen, da es meist mehrere Varianten gab. Auch in diesem Bereich gibt es mehrere Deutungen, so soll z.B. der Titel des Papstes in der Summe die Zahl 666 ergeben. Ich persönlich halte ebenfalls eine wörtliche Bedeutung für zutreffend. Wie dieser Hinweis mit der genannten Zahl sich genau erfüllen wird, kann meiner Meinung nach jetzt noch nicht gesagt werden. Auf jeden Fall wird es für die dann lebenden Christen eine zusätzliche Bestätigung über die Person des Antichristen sein. “Der falsche Prophet” (V.11-17) ist die einzige Stelle, die ausführlich von der “rechten” Hand des AC spricht. Er wirkt v.a. auf eine Anbetung des AC hin, auch durch dessen Bild, das errichtet wird. Desweiteren veranlasst er die Menschen, das Zeichen anzunehmen, ohne das die Teilnahme am Wirtschaftsleben nicht mehr möglich sein wird. Viele Ausleger sehen mit Recht in der Gruppierung Drache, Antichrist, falscher Prophet ein satanisches Gegenbild der göttlichen Trinität z.B. in der Offenbarung 17,3.7-17. Stellen aus anderen biblischen Büchern.

    • 2.Thes. 2,1-10: Paulus liefert hier eine gute und prägnante Beschreibung seines Wirkens: – erhebt sich über Gott, gibt sich sogar im Tempel als Gott aus (V.4) – tritt in der Kraft des Satans auf, bewirkt große Zeichen und Wunder (V.9) – er wird offenbart werden zur bestimmten Zeit (V.6.7) Zu dem letzten Punkt hat Paulus offensichtlich bei einem Besuch in Thessalonich nähere Ausführungen gemacht, die nicht mehr erhalten sind.
    • 1.Joh. 2,18-22; 4,3; 2.Joh. 1,7: Dies sind die einzigen Stelle in der Bibel, wo dieser letzte Weltherrscher als Antichrist bezeichnet wird. Da der Name das Wesen dieser Person so vortrefflich beschreibt (“Gegen-Christus” und “an-Stelle-von-Christus”), hat sich der Begriff allgemein eingebürgert. Jeder, der leugnet, dass Jesus der gottgesandte Messias ist, hat den Geist des Antichristen, der schon in vielen offenbar wurde, wie Johannes schreibt. Es gab, wie schon Jesus sagte (Mt. 24,24), viele falsche Messiasse, doch werden sie alle in dem letzten ihre Zuspitzung und Vollendung erfahren.
    • Hesekiel 38 und 39: Hesekiel sieht in einer Vision einen endzeitlichen Kampf um Israel und Jerusalem. Im Vergleich mit anderen Stellen (siehe bei “Israel”) geht es auch hier um den Angriff des AC, so dass dieser mit dem in Hesekiel erwähnten Gog identisch wäre. d) Joh. 5,43: Jesus spricht davon, dass die Israeliten, die ihn nun ablehnen, später einmal einen anderen annehmen werden. Ist dieser “andere” nur ein Synonym für die zahlreichen falschen Messiasse oder spricht Jesus von einer bestimmten Person? Wird diese Stelle im Zusammenhang mit dem Bündnis gemäß Daniel 9,27 gesehen, liegt eine Anspielung auf den Antichristen nahe. e) Sach. 11,15-17: Sacharja beschreibt hier in einer Vision einen schlechten Hirten, der, nachdem der gute Hirte abgelehnt wurde, über Israel herrscht. Dieser Text gehört zu den schwierigsten der ganzen Bibel, kann aber sehr gut als Anspielung auf den Antichristen verstanden werden.
    • Off. 6,2: Diese Stelle, die Öffnung des 1. Siegels in der Vision des Johannes, zeigt einen siegreichen Reiter auf einem weißen Pferd mit einem Bogen. Manche sehen darin Jesus, aber Jesus konnte das Buch in dieser Vision ja gerade erst nach seinem Sieg öffnen, warum sollte er dann erneut als Sieger erscheinen? Weiterhin steht diese Person zu sehr in einer Reihe mit den folgenden Reitern (Ruf der Gestalten, Übergabe von Macht), als dass sie für Jesus Christus stehen könnte. Das hier verwendete Wort „Siegeskranz” wird zwar auch im christlichen Sinne öfters verwendet, aber z.B. auch bei der Beschreibung des Heuschreckenheeres aus Offenbarung 9,7. Umgekehrt wird die Bezeichnung für die „Kronen”, die der AC trägt, aber auch für Jesu Siegerkrone benutzt, so dass hieraus keine Rückschlüsse gezogen werden können. Das weiße Pferd weißt eher auf eine Imitation Jesu hin, der später tatsächlich auf einem weißen Pferd erscheint (Off. 19,11ff.). Ist der Bogen ein Hinweis auf Hes. 39,3? Alles in allem ist keine Gestalt aus der Endzeit bekannt, auf welche die Beschreibung sonst noch passen könnte. Eine Gleichsetzung dieses Reiters mit dem Antichristen ist also durchaus berechtigt. Wenn es sich hier tatsächlich um den Antichristen handelt, so läutet der Beginn seines Auftretens (1. Siegel) die Endzeit im eigentlichen Sinne ein.

    Luzifer der gefallene Engel

    Im vierzehnten Kapitel des Propheten Jesaja wird der Fall dieses großen Engelfürsten, den manche auch für einen Erzengel halten, geschildert. Er wird mit dem Namen „Luzifer, Sohn der Morgenröte” angeredet. Luther übersetzt diesen Namen: „schöner Morgenstern”. Das Wort Luzifer ist der Vulgata entnommen, die das hebräische Wort Helel mit dem lateinischen Luzifer „Lichtträger” wiedergibt. Das hebräische Wort wird am besten von der Wurzel Halal abgeleitet, was so viel wie glänzend, prächtig oder herrlich bedeutet. Jenes „Sohn der Morgenröte” angeredete Wesen (vielleicht das erste erschaffene Geschöpf) war, wie sein Name bezeichnet, ein prächtiger, leuchtender Engel. Dies kann auch der Prophezeiung Hesekiels entnommen werden. In einer Botschaft an den König von Tyrus wendet sich der Geist Gottes plötzlich an eine andere Person und spricht Worte, die niemals einem menschlichen Wesen gelten konnten. Hinter dem König von Tyrus stand eine unsichtbare Macht – der Fürst der Finsternis. Auf diesen einstmals großen Luzifer beziehen sich die folgenden Worte: „Der du das Bild der Vollendung warst, voll von Weisheit und vollkommen an Schönheit, du warst in Eden, dem Garten Gottes; allerlei Edelgestein war deine Decke: Sardis, Topas und Diamant, Chrysolith, Onyx und Jaspis, Saphir, Karfunkel und Smaragd und Gold… An dem Tage, da du geschaffen wurdest, wurden sie bereitet. Du warst ein schirmender gesalbter Cherub, und ich hatte dich dazu gemacht; du warst auf Gottes heiligem Berge, du wandeltest inmitten feuriger Steine. Vollkommen warst du in deinen Wegen von dem Tage an, da du geschaffen worden, bis Unrecht an dir gefunden wurde” (Hes 28,12-15). Wir bemerken, dass er „ein schirmender gesalbter Cherub”, genannt wird, was eine weitere große Auszeichnung bedeutet. Diese machtvolle und herrliche Persönlichkeit, dieser „Glanzstern”, dieser „Sohn der Morgenröte”, empörte sich. Jesaja berichtet uns die Geschichte seines Falles: „Und du, du sprachst in deinem Herzen: Zum Himmel will ich hinaufsteigen, hoch über die Sterne Gottes meinen Thron erheben, und mich niedersetzen auf den Versammlungsberg im äußersten Norden. Ich will hinauffahren auf Wolkenhöhen, mich gleichmachen dem Höchsten” (Jes 14,13.14). Er fiel durch Hochmut, denn er erhöhte sich selbst.

    Satan der CEO

    Satan ist der Name des obersten Teufels, des großen Feindes Gottes und des Menschen. Die Bezeichnung ist sowohl im Hebräischen und Griechischen als auch im Deutschen gleich. Der Name bedeutet “Widersacher”, so wird er an verschiedenen Stellen wiedergegeben, in denen auf andere Widersacher Bezug genommen wird (vgl. 4. Mo 22,22; 1. Kön 11,14.23.25). Der Begriff Teufel kommt von „Durcheinanderbringer” oder „Verleumder”, so wird Satan auch Verkläger der Brüder genannt (Off 12,10; vgl. Sach 3,1.2). Es war Satan, der zu Beginn der Menschheitsgeschichte Eva betrog, denn es ist klar, dass der Drache, die alte Schlange, der Teufel und Satan alle den gleichen bösen Geist verkörpern (Off 20,2). Satan war der große Widersacher des Volkes Gottes in der Zeit des A.T. (1. Chr 21,1) und der Versucher des Herrn Jesus, der ihn als Satan behandelte. Er ist auch heutzutage der Versucher und Feind der Christen und der ganzen Menschheit. Er ist stets bemüht, die Wirkung des Evangeliums zu neutralisieren, die gute Saat, die in ein Herz gesät wurde, wegzunehmen (Mt 13,3-23), den Sinn der Ungläubigen zu verblenden, damit ihnen nicht der Lichtglanz des Evangeliums der Herrlichkeit Christi ausstrahlt. Gott macht jedoch seine Bemühungen zunichte, sonst könnte keiner gerettet werden. Eine weitere Maßnahme Satans dem Werk Gottes entgegenzuwirken besteht darin, Irrlehrer aufstehen zu lassen, damit sie sich mit den Heiligen zu vermischen und diese durch böse Lehre verderben, so wie es in dem Bild von dem unter den Weizen gesäten Unkraut gezeigt wird. Satan geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann. Der Gläubige wird jedoch aufgefordert ihm zu widerstehen, dann wird Satan von ihm fliehen. Die Macht des Todes, die Satan hatte, wurde durch den Tod Christi zunichte gemacht. Gläubige werden vor seinen Absichten gewarnt, denn er verwandelt sich in einen Engel des Lichts, einen Lehrer der Tugendhaftigkeit. Gott hat seine Heiligen mit einer vollständigen Waffenrüstung versehen, damit sie ihm und all seinen Listen widerstehen können. Er hat ihnen das Schwert des Geistes (das Wort Gottes) als Angriffswaffe gegeben (Eph 6,11-18). Der Ursprung Satans wird nicht eindeutig mitgeteilt. Man kann jedoch mit Recht davon ausgehen, dass der in Hesekiel 28,12-18 erwähnte König von Tyrus ein Bild des Teufels ist. Dieser wird beschrieben als ein gesalbter, schirmender Cherub mit einer Decke aus allerlei Edelsteinen und Gold, strahlend im reflektierenden Licht. Er hatte einen Platz in Eden, dem Garten Gottes und war auf Gottes heiligem Berg. Er war vollkommen in seinen Wegen, von dem Tag an, an dem er geschaffen wurde, bis Unrecht an ihm gefunden wurde. Tyrus in seiner weltlichen Weisheit und Schönheit wird moralisch als die Schöpfung des Fürsten und Gottes dieser Welt angesehen. Dieser wird schließlich als gottlos hinausgeworfen werden und sein Teil im Feuersee finden. Im Judasbrief ist die Unterredung des Erzengel Michael mit Satan beispielhaft für ein zurückhaltendes Verhalten gegenüber einem Würdenträger. Er wagte es nicht, ein lästerndes Urteil zu fällen, sondern sagte: „Der Herr schelte dich!” (Jud 9). Dies zeigt, dass Satan eine gewisse Würde verliehen worden war, die, obwohl er gefallen war, dennoch respektiert werden sollte. So war auch Sauls Leben in Davids Augen heilig, da er der Gesalbte Gottes war, obwohl er von Gott verworfen worden war. Dass Satan mit Würde bekleidet war, wird durch die Tatsache bestätigt, dass Christus am Kreuz die Fürstentümer und Gewalten (εξουσία), besiegte, nicht bloß Mächte (Kol 2,15). Die Bezeichnungen „Fürst dieser Welt”, „Gott dieser Welt” und „Fürst der Gewalt der Luft” beziehen sich wohl alle auf Satan. Als der Herr in der Wüste versucht wurde, machte Satan, nachdem er ihm „alle Reiche des Erdkreises” gezeigt hatte, den Vorschlag, ihm diese ganze Gewalt und ihre Herrlichkeit zu geben, wenn er ihn anbeten würde. Er fügte noch hinzu: „Denn mir ist sie übergeben: und wem irgend ich will, übergebe ich sie” (Lk 4,5.6).

    Satan Gottes Sohn

    Im Buch Hiob steht, dass Satan Zugang zu Gott im Himmel hatte. Der Christ kämpft wider die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Örtern und der Tag wird kommen, an dem Michael und seine Engel gegen Satan und seine Engel kämpfen werden. Schließlich wird Satan aus dem Himmel hinausgeworfen werden. Das scheint ein Hinweis darauf zu sein, dass Satan einen Platz im Himmel hat, den er ursprünglich von Gott zugewiesen bekam. Im 1000jährigen Reich wird er im Abgrund eingeschlossen sein, dann für eine Weile losgelassen und schließlich in den Feuersee geworfen werden, einen Ort, der für ihn und seine Engel bereitet wurde. Als Jesus geboren wurde, versuchte Satan ihn zu töten (Mt 2,16; Off 12,1-5), und als der Herr am Ende seines Weges zu Tode gebracht wurde, war Satan die treibende Kraft. Um zu seinem Ziel zu kommen, fuhr Satan selbst in Judas, den Verräter, während wir sonst finden, sofern etwas darüber gesagt wird, dass Personen von Dämonen besessen waren und nicht von Satan selbst. Als der Herr festgenommen wurde, sagte er zu den Juden: „Dies ist eure Stunde und die Gewalt der Finsternis” (Lk 22,53). Christus war jedoch in moralischer Hinsicht der Sieger. Mit seinem Tod machte er den zunichte, der die Macht des Todes hatte, das ist den Teufel (Heb 2,14). Er hat die Gefangenschaft gefangen geführt (Eph 4,8). Noch ist Satan aktiv und wird, wenn er auf die Erde geworfen wird, der Geist einer Dreieinigkeit des Bösen sein. Er gibt seinen Thron und die Autorität dem Tier, d. h. dem wiedererstandenen Römischen Reich, dessen Gewalt durch den Antichrist ausgeübt wird (Off 13,4). Er wird auch der Anführer der Nationen in dem letzten Kampf gegen das Heerlager der Heiligen sein (Off 20,7-9). Es ist bemerkenswert, dass Gott Satan trotz seiner Bösartigkeit für die Erziehung seiner Heiligen benutzt, wie er es im Fall von Hiob tat. Jedoch erlaubt Gott dem Bösen nur so weit zu gehen, wie es ihm gefällt. Paulus gebrauchte seine apostolische Macht, um zum Verderben des Fleisches einige dem Satan zu überliefern (1. Kor 5,5; 1. Tim 1,20). Der Dorn im Fleische, den Paulus hatte, war ein Bote Satans, um ihn zu schlagen, damit er sich nicht überhebe auf Grund der wunderbaren Offenbarungen, die ihm im dritten Himmel gemacht wurden. Man sollte sich wohl dessen bewusst sein, dass Satan in moralischer Hinsicht ein besiegter Feind ist, weil er bloßgestellt ist. Kein Christ kann von ihm angerührt werden, außer sein Gott und Vater hat es dem Satan als Erziehungsmaßnahme zu seinem Guten erlaubt. C.G. Jung kam in seiner Antwort auf Hiob zu einem anderen Schluss.

    Dämon Griech. δαιμονιον, δαιμ?ν.

    Philosophen sprachen über Dämonen völlig anders, als wie sie in der Schrift dargestellt werden. So sagt Plato: „Dämonen sind Vermittler zwischen Gott und den Sterblichen. Menschen können Gott nicht direkt begegnen, aber jeder Handel und jede Gemeinschaft zwischen Göttern und Menschen wird durch Vermittlung von Dämonen ausgeführt.” Es ist eine Verblendung Satans zu sagen, dass Gott nur in Vertretung von Dämonen oder Halbgöttern angebetet werden könnte. In einer ähnlichen Weise betet die römisch-katholische Kirche zur heiligen Jungfrau Maria und zu verstorbenen Heiligen, damit diese sich für sie verwenden. Die Schrift macht deutlich, dass Dämonen böse Geister sind. Vergleiche Offenbarung 16,13.14. Die Schrift zeigt auch, dass Götzendienst eigentlich Dämonenverehrung war, obwohl das Götzenbild an sich nichts bedeutete. „Sie opferten den Dämonen (hebr. shed1) und nicht Gott” (5. Mo 32,17; 1. Kor 10,19.20). „Sie sollen ihre Schlachtopfer nicht mehr den Dämonen (hebr. sair2) schlachten” (3. Mo 17,7; Off 9,20). Jerobeam war so tief gefallen, dass er Priester für die Dämonen (hebr. sair)3 und die Kälber, die er gemacht hatte, angestellt hatte (2. Chr 11,15). Manche hatten sogar „ihre Söhne und Töchter den Dämonen (hebr. shed) geopfert”. (Ps 106,37). Die Dinge, die angebetet wurden, mögen unsichtbare Objekte gewesen sein oder irgendeine mystische Bedeutung gehabt haben, oder es können einfach Götzenbilder gewesen sein; aber hinter all diesen Dingen standen reale Wesen, böse, unreine Geister, sodass es moralisch unmöglich war, gleichzeitig mit dem Herrn Jesus und diesen Dämonen Gemeinschaft zu haben (1. Kor 10,19-21). Die bösen Geister, wovon so viele Personen besessen waren als der Herr auf dieser Erde war, waren Dämonen, und aus den Beispielen, die uns gegeben sind, lernen wir viel über sie. Die Pharisäer sagten, dass der Herr die Dämonen durch Beelzebub, den Obersten der Dämonen, austreiben würde. Der Herr erklärte, dass dies bedeuten würde, dass „Satan den Satan austreibt”; daraus lernen wir, dass die Dämonen die Vertreter Satans waren, und dass Satan als der Starke zuerst gebunden werden musste, bevor sein Haus beraubt werden konnte (Mt 12,24-29). Die Dämonen können über einen Besessenen ihre ganze Kraft ausüben. Dies zeigt sich darin, wie sie die Besessenen selbst behandelten, oder auch andere, die in ihre Nähe kamen. Wir lesen von einer Begebenheit, bei der ein Besessener sieben Männer überwältigte so dass diese nackt und verwundet aus dem Haus flohen (Apg 19,16). Wir wissen auch, dass sie intelligente Wesen waren, denn sie kannten den Herrn Jesus und beugten sich sofort vor seiner Autorität. Sie kannten auch das Urteil, das sie erwartete, denn manche fragten, ob der Herr gekommen war, um sie vor der Zeit zu quälen (Mt 8,29). Man sollte nicht davon ausgehen, dass Dämonen-Wirkungen aufgehört haben: Die Belehrung ist „glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind; denn viele falsche Propheten sind in die Welt ausgegangen” (1. Joh 4,1). Dies stimmt mit der Behauptung überein, dass „in späteren Zeiten einige von dem Glauben abfallen werden, indem sie achten auf betrügerische Geister und Lehren von Dämonen” (1. Tim 4,1). Spiritisten und Theosophen üben Gemeinschaft mit solchen Dämonen aus und werden von ihnen angeleitet. Auch in der Zukunft, wenn Gott seine Gerichte auf die Erde gießen wird, werden die Menschen sich nicht bekehren, sondern werden Dämonen und verschiedenen Götzen dienen (Off 9,20). Die Geister der Dämonen werden Wunder wirken und werden die Könige der Erde versammeln zu dem Krieg des großen Tages Gottes (Off 16,14). Und das mystische Babylon wird „eine Behausung von Dämonen und ein Gewahrsam jedes unreinen Geistes und jedes unreinen und gehassten Vogels” werden (Off 18,2).

    Jung und die bekennende Kirche sind offenbar reifer für diese Dinge und wissen sie haben es unbewusst oft mit diesen bösen Geistern in sich selber zu tun!

  • Roots of Carl Gustav Jung in Gnosticism, Christianity, Buddhism and Taoism

    The relationship of the depth psychologist Carl Gustav Jung with Carl Gustav Jung in Gnosticism, Christianity, Buddhism and Taoism, religion, in particular Gnosticism and Zen Buddhism is of great interest. Religion and its psychological interpretation by C.G. Jung, which is based entirely on empirical facts, is ambiguous and often rejected, or – too frequently – simply ignored. To understand Carl Gustav Jung correctly is not simple. He was it more mystic than systematic. On the other hand we miss often the necessary cultural impartiality to understand the meaning of his terms.
    True, Jung’s ideas are cited frequently, but for some reason the systematic body of thought he left behind has not attracted Jungian’s as enrichment of spirituality of our age. In this essay I would like to draw attention to what I see as an unnecessary closure in Jung’s idea of the psyche and to suggest how its opening could provide a (my) missing link between Humanism,  Christianity, Gnostic thoughts as well as Taoism and Buddhism.
    The body of writings Jung left behind is intimidating and fascinating. The sheer volume of his output, which continues to grow as notes from his seminars and other unpublished material are added, makes it more and more unlikely that one becomes familiar with the whole writings. For the same reason, general readers, as me but also commentators, and critics, tend to dip into his writings randomly according to their needs and to rely on secondary sources for general outlines of his thought. As a result, Jung’s model of the psyche, the wealth of his mystic, religious and historical references can be interpreted in  many ways also due to Jung’s language of ambiguity.

    For C. G. Jung the religious function of the soul is of importance because it contributes an important part to find the  transcendental and mental wholeness.  I want to explore Jung’s  view on individuation the  Self and/or God image and it is transcendental value to the conscious Ego:

    • Is God for C.G. Jung only a projection of the soul, a purely internal-mental reality of the soul?
    • Does Jung’s concept of Self represent the “imago Dei” like Christian belief postulates – man as the image of God?
    •  Is the Self after the individuation process a result similar as obtained through Buddhism?
    •  Provided Taoism the fundamental formative influence on C.G Jung’s notion of “synchronicity,” correlative parallels between the inner and the outer realms of experience?
    •  Or is C.G Jung a Gnostic, as his remark indicates: “Ich glaube nicht, ich weiß.“?
    • Of what  flavour is Jung’s  mysticism – as in any case he was a mystic?

    C. G. Jung’s personal faith
    In its writings Jung does not leave any doubt, which essential meaning religion has for the mental life. He does not regard religion in contradiction with his psychology, but views religion from the psychological point of view. If he speaks of the transcendent, he means it as a psychological term.

    The literature differentiates between three phases in C. G. Jung of faith development.
    a)In the fist phase C. G. Jung interprets the God picture as sublimation of infantile sexuality and projection of the father Imago following Freud (see “The meaning of the father for the fate of the Individual.” 1909). During this time he undergoes his own psychology training.
    b) In the agnosticism phase C. G. Jung increasingly appreciates the psychological function of the religion in their meaning for the future. The conclusion God seems to be explainable as a pure psychological function can be drawn easily from his purely psychological statements. “Der Gottesbegriff ist eine schlechthin notwendige psychologische Funktion irrationaler Natur, die mit der Frage nach der Existenz Gottes überhaupt nichts zu tun hat. Denn diese letzte Fra-ge kann der menschliche Intellekt niemals beantworten, noch weniger kann es irgendeinen Gottesbeweis geben. Überdies ist ein solcher auch gänzlich überflüssig, denn die Idee eines übermächtigen göttlichen Wesens ist überall vorhanden, wenn nicht bewußt, so doch unbewußt, denn sie ist ein Archetypus.” C. G Jung follows Kant who considers metaphysical realities unrecognizable, since only psychological experiences are directly given to humans. It is only necessary to make the archetypical conceptions conscious. “Der Glaube sollte durch Verstehen ersetzt werden.”
    c) The phase with ” Psychology and Religion” (1937) brings new realizations, both to psychological and religious. While he strongly  keeps his empirical point of view, he recognizes now  the religious character of the “Selbst”. Faith and religion lead now to the highest human development and do not only have to be overcome by reasoning.

    1. The science view

    C.G. Jung regards himself as empiric and as such he holds the phenomenological point of view. As a scientist he does not feel himself entitled and competent to use philosophical or metaphysical criteria correctly. One must be careful, however, to restrict this scope too much. From phenomenological view C.G. Jung regards the psyche as only recognizable reality and subsequent ally was blamed that he reduces religion on arbitrary subjective creation. C.G. Jung stressed however, there are humans, who have conceptions of God and God belongs evenly to psychology and religion. According to Jung many hold “the prejudice that the psyche and its contents are nothing more than our own arbitrary invention or more or less illusory product of assumptions and judgment”, but certain ideas do not come from the individual but just impended to  the individual consciousness.
    2. The mystic and alchemist view

    Carl G. Jung pointed out in Aion, Researches into the Phenomenology of the Self (1951), when referring to the coming astrological Age of Aquarius:    “Starting from the star ‘O’ and assuming a Platonic month of 2,143 years, one would arrive at A.D. 2154 for the beginning of the Aquarian Age, and at A.D. 1997 if you start from star ‘a 113.’ The later date agrees with the longitude of the stars in Ptolemy’s Almagest… Since the delimitation of the constellations is known to be somewhat arbitrary, this date is very indefinite.” Kepler believed that the great conjunctions of Jupiter and Saturn in the sign of Pisces truly noted the full beginning of the Age. It should be noted, that here Jung was not using  the mean precession of the constellations. Carl G. Jung  was one of those who dealt most directly with the passage of the Piscean Period to the Age of Aquarius. He analysed astrological imagery embodied in Zodiacal ages in order to deal with the psychological problems of this period of transition. The astrological sign of Pisces is often represented as two fish – one light, the other dark in color – swimming in opposite directions. The Age of Pisces which started roughly at the same time as the birth of Jesus is the period in which Christianity developed and became the normative spiritual influence for much of the world. The Piscean Period, true to its image of the fish going in opposite directions, has been one in which the dominant ideologies have been of opposing dualism: the kingdom of the saved and the world of the damned in Christianity, the dar al-Islam and the dar al-harb (the region of Islam and the region of war) in Islam, the antagonist socialist and capitalist worlds in Marxist thought.— tbc under construction —

    3. The Christian view

    The overwhelming majority of Christians have probably never heard of C. G. Jung, but his influence in the church is vast and affects sermons, books, and activities. One may be more aware of the use of the Myers-Briggs Type Indicator (MBTI) by management seminaries. Jung’s legacy to “Christian psychology”, however, is both direct and indirect.  Myself as professing Christian, who has been influenced by Jung’s teachings, wants to integrate aspects of Jungian theory into my own understanding of psychotherapy.  To many Jung’s legacy has not enhanced Christianity, as psychotherapy in general has supposedly undermined the doctrines of Christianity. Sigmund Freud’s attitudes towards Christianity were obviously hostile. His colleague Carl Jung, on the other hand, may not be quite as obvious in his disdain for Christianity but he did silently diminished Christian doctrines by putting them at the same level as those of all religions. Just because Jung left room for religion, however, many Christians – and myself  – feel comfortable with his ideas. Thus it is important to look at Jung’s attitudes towards Christianity.  His book “Psychologie und Religion”offers a detailed explanation of the Christian Mass and  “Symbole der Wandlung” describes this context from a much broader (also pagan) view. Jung evidently saw that religion was very meaningful to many people and that religions could be useful (at first) as myths.  His choice to consider and evaluate all myths (and religions) was further influenced by his view of psychoanalysis. According to Viktor Von Weizsaecker, “C. G. Jung was the first to understand that psychoanalysis belonged in the sphere of religion.” One may add, that to deal people who were possessed by demons (or complexes) was the task of priests since the time of Babylon. That Jung’s theories constitute a religion can be seen in his view of God as the collective unconscious and thereby present in each person’s unconscious. For him religions revealed aspects of the unconscious and could thus tap into a person’s psyche. He also used dreams as avenues into the psyche for self-understanding and self-exploration. One can come to the conclusion, that religion was only a tool for him to tap into the self and if a person wanted to use Christian symbols that was fine with him.    — tbc under construction —

    4. The Buddhist view

    There is much in Jung’s distinction between Ego and Self that the Buddhist mind will alien,  just as much of the other way around. Insofar as Jung stands accused of being deceived by vague of terminology, the mere application of his concepts to Buddhist material will not do.  The easiest response is  to cast the matter aside with so simple a wave of the hand and gloss over the efforts that have been made to study the value of Jung’s thought as a bridge from the Christian West to the Yogic, Hindu, Taoist, Tibetan, Mahyna, and Zen, traditions of the East is likely to content only the most dogmatic of temperaments. Insofar as these questions belong to the history of ideas, a tougher, more patient approach is in order – a shift in the basic structure of worldview.  If, as I believe to be the case, the worldviews of Buddhism and Christianity may be cut of the same cloth as the classical cosmos of Jung’s thought,  then the discussion of different ideas of Self and Ego needs some rethinking. Beliefs in higher reality and higher consciousness  are allowed to solicit new formulations or they replace them. What we see happening today—in both Christianity and Buddhism—is a tilt towards the latter, to which the interreligious dialogue may even be adding its weight. The openness to a united view of the psyche and the cosmos, may contribute to it. — tbc under construction —

    5. The Taoist view
    Jung became interested in Taoism by meeting in 1922 Richard Wilhelm, a German missionary to China, who had become in close contact to Taoism. Jung viewed Wilhelm and his work as creating a bridge between East and West. Wilhelm was the messenger from China who was able to express profound things in plain language which disclose something of the simplicity of great truth and deep meaning. Wilhelm had translated and analysed a Taoist healing text The Secret of the Golden Flower to which Jung wrote a psychological commentary published in 1929. Wilhelm had also produced a translation of Lao Tzu’s Tao Te Ching, as well as the I Ching (The Book of Changes) – a widely used book of Chinese divination, some of which predates the rise of Taoism in the 6th century BC. Lao Tzu’s Tao Te Ching is great source of meditation, the statements are mostly in form of a paradox statement.

    The Chinese Taoists were directly concerned with mental health and healing, and there were contemporary healers which Wilhelm had met. The Taoist balance between what could be considered at one level as opposites was close to Jung’s psychoanalytical efforts where he contrasted the introvert and the extrovert, thought and feeling, the person and the shadow.. As Rosen points out, the essential task of Jung’s psychology is to help in the process of “individuation” –a process toward wholeness, which like Taoism is characterized by accepting and transcending opposites.

    As Lao Tzu wrote “Let the Tao be present in your life
    And you will become genuine.
    Whoever is planted in the Tao
    Will not be rooted up.”

    On the nature of tao – From Jung’s Collected Works 6, Psychological Types (1921):  “This psychological attitude is…an essential condition for obtaining the kingdom of heaven, and this in its turn – all rational interpretations notwithstanding – is the central, irrational symbol whence the redeeming effect comes. The Christian symbol merely has a more social character than the related conceptions of the East….
    According to the central concepts of Taoism, Tao is divided into a fundamental pair of opposites, yang and yin. Yang signifies warmth, light, maleness; yin is cold, darkness, femaleness. Yang is also heaven, yin earth. From the yang force arises shen, the celestial portion of the human soul, and from the yin force comes kwei, the earthly part. This not far from C.G. Jungs theory of anima and animus.

    6. The gnostic viewDer Gnostische Jung. Und die sieben Reden an die Toten

    C. G. Jung has shown a pronounced and informed interest in Gnosticism.  In “Den  sieben Reden an die Toten ” he perceived the outstanding psychological relevance of Gnostic insights. Just recently the “Red Book” is available for the interested layman.  Both books were written during his early year, crisis years after her broke with Freud.

    Gnosticism is the knowledge of transcendence arrived at by way of interior, intuitive means (Gnosis). Gnosticism was primarily defined in Christian context also including pre-Christian religious beliefs common to early Christianity, Hellenistic Judaism, Greco-Roman mystery religions, Zoroastrianism (especially Zurvanism), and Neoplatonism. The importance of the Nag Hammadi library, discovered in upper Egypt in 1945, was pointed out by C.G. Jung. His Book “Antwort auf Hiob” is a downright gnostic answer to the Bible´, written with subtile but well meaning irony.

    Jung’s reflections had long been influenced in the thought of the ancient Gnostics to such an extent that some considered them the virtual roots of his  ‘depth psychology’ . In the light of such recognitions one may ask: “Is Gnosticism a religion or a psychology?” The answer is that it may very-well be both, just like Jung’s thought may be interpreted religiously. Most mythologies found in Gnostic scriptures possess psychological relevance and applicability. For instance, the basic Gnostic myth to Aeons, intermediate deific beings who exist between the ultimate, True God and ourselves. They, together with the True God, comprise the realm of Fullness (Pleroma) wherein the potency of divinity operates fully. The Fullness stands in contrast to our existential state, which in comparison may be called emptiness.  The false creator God  bears a close resemblance to the alienated human ego that has lost contact with the  Self. One of the aeonial beings who bears the name Sophia (“Wisdom”), referred to by C.G. Jung many times,  is of great importance to the Gnostic world view and resembles closely the story of the human psyche that loses its connection with the collective unconscious and needs to be rescued by the Self. Analogies of this sort exist in great profusion.

    Gnosticism may possess both a psychological and a religious authenticity. Gnostic psychology and Gnostic religion need not be exclusive of one another but may complement each other within an implicit order of wholeness. Gnostics have always held that divinity is immanent within the human spirit, although it is not limited to it. The convergence of Gnostic religious teaching with psychological insight is thus quite understandable. The Red Book reveals the experiential, Gnostic roots of Jung’s psychology. — tbc under construction —

    Note: This work in progress. I plan to carefully study this issue, fan out in special articles for each subcharter. Right now, I have not make my mind on which of the beliefs C.G. Jung finally leaned. My current guess is, he war great integrator of Eastern Thought – found psychological terms for their concepts – but was more on the Mystic, Gnostic, Alchemist side, although still affiliated to catholic belief (but not the church), as least to Christianity.