Religion

Andreas Püttmann: Gesellschaft ohne Gott


Lassen Konsum, Frieden und Wohlstand das Bedürfnis nach Kirche und den Glauben an Gott nach und nach verschwinden? Eine “Gesellschaft ohne Gott” mag sich der Bonner Publizist Andreas Püttmann in seinem Buch nicht ausmalen.

Es wäre eine Gesellschaft, die nicht nur geistig und spirituell verarme, sondern auch ökonomisch an Boden verliere. Dafür gebe es viele Beispiele: Deutschlands erfolgreichste Bundesländer liegen heute im weniger entchristlichen Süden. Der Untertitel des Buches das mir zufällig in Amazon – persönlich – empfohlen wurde, lautet „Risiken und Nebenwirkungen der Entchristlichung Deutschlands“. Das klingt strukturiert, ist es auch, zunächst wird analysiert, im Anschluss daran eine Prognose gegeben und dannach eine auf den konkreten Fall ganz persönliche abgestimmte Verhaltensänderung vorgeschlagen. Das Buch Gesellschaft ohne Gott“ ist in drei Abschnitte gegliedert: „I. Diagnose“, „II. Prognose“ und „III. Therapie“.Püttmann hat recherchiert, sein Buch enthält wissenschaftlich fundierten Daten und Fakten und manchmal auch platte Wertungen. Trotzdem ist das Buch flüssig geschrieben. Positiv anzumerken auch, dass „Gesellschaft ohne Gott“ aktuell ist – selbst auf den Missbrauch der Missbrauchsfälle in kirchlichen Einrichtungen geht der Autor höchst nachvollziehbar ein.Püttmann schiebt die Schuld an der Entchristlichung Deutschlands uns und auch den Kirchen zu. Er stellt dar, welche Fehler Kirchen gemacht haben, wobei er die Keule dann und wann nicht so stark schwingt, wie andere es getan haben, sondern eine genauere Differenzierung fordert. Beispiel sexueller Missbrauch: Er kritisiert hier die Medien, und zwar wie folgt: „Die Fälle (…) müssten in Art und Schwere mehr unterschieden werden, als dies allgemein unter dem Schlagwort ‘Missbrauch’ geschah. Er beschreibt die Instrumentalisierung der Opfer durch die Presse welche auch dem früheren Bürgermeister von NYC zu weit ging.

Wie wichtig christliche Werte für eine Gesellschaft sind, kommt in aller Deutlichkeit zur Sprache. Auf einer Seite listet Püttmann diverse Krisensymptome auf, wobei er den Bogen von der Ökonomie – Stichwort: Wirtschafts- und Finanzkrise – über Vandalismus, Drogenmissbrauch, Bildungsmisere bis hin zu gestiegenen Scheidungsraten, Egozentrik, Politikverdrossenheit und Verantwortungsscheu spannt. Er konstatiert: „Weder Sozialismus noch Liberalismus, weder Nationalismus noch Ökologismus, weder Atheismus noch Esoterik halten ein Ethos bereit, welches Antworten, Maßstäbe und Handlungsorientierungen für diese Breite von Problemen geben könnte. Daher dürfte Benedikt XVI. mit seinem Ausspruch Recht haben, ‘dass die Zustimmung zu den Werten des Christentums ein nicht nur nützliches, sondern unverzichtbares Element für den Aufbau einer guten Gesellschaft und einer echten ganzheitlichen Entwicklung des Menschen ist’“. Eindringlich belegt Papst Benedikt XVI. auch in seiner Rede zur Religionsfreiheit 2011 http://www.vatican.va/holy_father/bened … ce_ge.html diese als Grundlage einer freien Gesellschaft.

Hoffnung macht Püttmann schließlich im dritten Kapitel durch Therapiemaßnahmen zur „Regeneration der zentralen Vitalfunktionen“´. Zu diesen Maßnahmen zählt unter anderem ein „Vier-Punkte-Programm zur geistlichen Revitalisierung“. Das ist sehe praktisch, klar und prägnant, der beste Teil vom Buch.

Wir sind dabei, uns von unserem Grundfundament in Europa zu verabschieden: vom Christentum. Dass das nicht nur Folgen für die Kirchen hat, sondern sich negativ auf die gesamte Gesellschaft auswirkt, darauf weisen vermehrte öffentliche Gewalt und Scheidungszahlen hin. Damit ein jeder die „Risiken und Nebenwirkungen der Entchristlichung Deutschlands“ erkennt, aber auch um des dreieinigen Gottes selbst willen und um den Glauben an ihn zu bewahren, wieder zu stärken sowie um christliche Werte zurück in den Mittelpunkt unserer Gesellschaft zu rücken, war es höchste Zeit für dieses Buch

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